Anheuser-Busch InBev: Der Weltmarktführer hat 2016 weniger Bier verkauft

Budweiser, Stella Artois und Corona

AB InBev-Marken Budweiser, Stella Artois und Corona

Anheuser-Busch InBev hat 2016 weniger Bier verkauft als im Vorjahr. Der Absatz des größten Braukonzerns der Welt, zu dem Marken wie Budweiser, Stella Artois und Corona gehören, sank um 1,4 Prozent auf rund 433,9 Millionen Hektoliter. Das entspricht mehr als einem Fünftel der globalen Bierproduktion. Weniger Nachfrage verzeichnete AB InBev im letzten Jahr unter anderem in Südamerika und in China.

Seinen Umsatz hat das multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in Belgien um 2,4 Prozent auf 45,5 Milliarden US-Dollar steigern können. Gleichzeitig ist der Gewinn von 8,27 Milliarden US-Dollar (2015) auf 1,24 Milliarden US-Dollar gesunken. Verantwortlich für den deutlichen Rückgang ist neben negativen Wechselkurseffekten vor allem die Übernahme von SABMiller, zuvor die Nummer zwei auf dem globalen Biermarkt. Diese wurde im Oktober 2016 abgeschlossen. Fast 100 Milliarden US-Dollar hat AB InBev für seinen schärfsten Konkurrenten bezahlt.

Vor der Fusion hatten es die beiden Brauriesen beim Bierabsatz zusammengerechnet auf einen Weltmarktanteil von über 30 Prozent gebracht. Der Zusammenschluss wurde zwar genehmigt, allerdings haben verschiedene Kartellbehörden ihre Zustimmung an Auflagen geknüpft. Beispielsweise wurden Beteiligungen von SABMiller an Pilsner Urquell aus Tschechien, Tyskie und Lech (Polen), Dreher (Ungarn), Ursus (Rumänien) und weiteren Biermarken an die japanischen Brauereigruppe Asahi veräußert. Auch die italienische Marke Birra Peroni sowie Grolsch (Niederlande) hat Asahi übernommen.

Weltweit besitzt Anheuser-Busch InBev mehr als 500 Biermarken. In Deutschland ist der Konzern unter anderem mit Beck's, Hasseröder, Franziskaner und Löwenbräu vertreten.

(13.3.2017)

 
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