Bier und Butter: Preisvergleich für europäische Länder

Bier in der Gastronomie

In der Gastronomie liegt der der Bierpreis in Deutschland im europäischen Mittelfeld.

Butter ist in Deutschland sehr günstig, Wiener Würstchen sind teuer und der Bierpreis in Gaststätten liegt im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Das geht aus dem aktuellen Verteilungsmonitor hervor, den das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung erstellt hat. Die Studie basiert auf Daten des Statistikamts Eurostat und enthält Angaben über die Lebenshaltungskosten in 21 europäischen Ländern. Erfasst wurden die Preise für unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen.

Am höchsten ist das Preisniveau demnach in skandinavischen Ländern und in der Schweiz, in Deutschland liegt es insgesamt leicht über dem europäischen Durchschnitt. Bei einzelnen Waren gibt es aber im Vergleich zu anderen Ländern große Unterschiede. So kosten Wiener und Frankfurter Würstchen durchschnittlich 10,32 Euro pro Kilogramm und sind damit mehr als doppelt so teuer wie in der Tschechischen Republik. Gouda ist hingegen günstiger als in den Niederlanden, wo die Käsesorte herkommt. Und: Butter ist in keinem anderen für die Erhebung berücksichtigten Land so billig wie in der Bundesrepublik.

Den durchschnittlichen Preis für einen halben Liter Bier in Gaststätten und Kneipen weist die Studie für Deutschland mit 3,76 Euro aus. Damit liegt die Republik im Vergleich mit den Nachbarländern im Mittelfeld. Am günstigsten trinkt man in Gaststätten in Bulgarien, wo man für die gleiche Menge im Schnitt 0,99 Euro bezahlt. Am teuersten ist das Feierabendbier mit 8,65 Euro pro 0,5 l in Norwegen.

Vergleichsweise wenig kostet Bier in Deutschland im Einzelhandel, wo im Schnitt 1,64 Euro pro Liter verlangt werden. Hier liegt der europäische Durchschnitt bei 1,91 Euro. Am meisten zahlen Kunden in der Türkei (3,26 Euro pro Liter), gefolgt von Zypern (3,18 Euro). Am günstigsten ist der Gerstensaft mit 1,06 Euro in Tschechien.

Die vollständige Studie kann auf der Website der Hans-Böckler-Stiftung abgerufen werden.

(22.10.2015)

 
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