Bierfassdieb zu Haftstrafe verurteilt

Bierfässer

Das Landgericht Konstanz hat einen Bierfassdieb zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 41-jährige Ukraine hat einer Bande angehört, die in den Jahren 2011 und 2012 im gesamten Bundesgebiet Fässer im Wert von rund 500.000 Euro gestohlen haben soll. Die Kriminellen waren meist nachts auf Brauereiareale vorgedrungen, um ihre Beute auf Lkw zu verladen. Ihnen ging es um den Edelstahl, aus dem die Behältnisse hergestellt sind. Das Diebesgut wurde an Abnehmer in der Ukraine und in Polen verkauft.

Die Polizei war der Bierfassbande im Mai 2012 per Zufall auf die Schliche gekommen: Damals waren die Täter nach einem Raubzug bei der Fürstenberg Brauerei in Donaueschingen (Baden-Württemberg) mit einem vollbeladenen Lastwagen in einem Erdbeerfeld stecken geblieben und mussten ihr Fahrzeug stehen lassen. Das polnische Kennzeichen des Vehikels und eine zurückgelassene SIM-Karte halfen den Behörden, mehrere Mitglieder der Bande ausfindig zu machen. Fünf von ihnen wurden bereits im letzten Jahr zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der Mann, der jetzt in Konstanz vor Gericht stand, war nicht nur 2012 bei einem Raubzug in Baden-Württemberg dabei. Laut Medienberichten hat er gestanden, an vier weiteren Diebstählen in Bayern und Hessen sowie an einem weiteren Tatversuch in Nordrhein-Westfalen beteiligt gewesen zu sein.

Zu den Unternehmen, die von den den Aktionen der Bande betroffen waren, gehört die Klosterbrauerei Andechs, der 2012 im April 740 Bierfässer geklaut wurden (Wert: 58.000 Euro). Bei der Brauerei Maxlrain im Oberbayerischen Tuntenhausen wurden 650 Fässer (Wert 21.000 Euro) erbeutet, bei der Staatsbrauerei Weihenstephan 576 (30.000 Euro) und bei Paulaner 400. Der Brauerei Schmucker (Hessen) fehlen 600 Bier-Behälter, Wernesgrüner (Sachsen) sogar 1.100.

(17.9.2014)

 
Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld