Brauerei setzt auf Bierpipeline

Straffe Hendrik: Bier aus dem Angebot der Brauerei De Halve Maan

Die Brauerei De Halve Maan hat eine Bierpipeline in Betrieb genommen. Die Leitung verläuft unterirdisch und verbindet den Produktionsstandort des Unternehmens in der Altstadt von Brügge (Belgien) mit der firmeneigenen Abfüllanlage, die sich rund drei Kilometer entfernt im Industriegebiet eines Außenbezirks befindet. Dort sind auch das Logistikzentrum sowie ein Lager der Brauerei untergebracht. Laut Medienberichten können pro Stunde bis zu 4.000 Liter Bier durch die Pipeline gepumpt werden, die rund 4 Millionen Euro gekostet hat. Ein Teil des Geldes stammt aus Fördermitteln, 350.000 Euro hat die Brauerei über eine Crowdfunding-Plattform eingesammelt. Mit der Planung hat man bereits vor vier Jahren begonnen. Die Realisierung dauerte etwa fünf Monate.

Von dem Projekt verspricht man sich eine Reduzierung von Verkehr und Lärm im Zentrum von Brügge. Bisher rollten mehrmals am Tag Lastkraftwagen durch die engen Gassen der seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden mittelalterlichen Altstadt, um Bier bei der Brauerei de Halve Maan abzuholen. Hier war es schwer für die Fahrzeuge zu manövrieren, oft blieben sie im Stau stecken, der Zeitaufwand war vergleichsweise groß.

De Halve Maan ist laut eigenen Angaben die einzige Brauerei, die ihr Bier bis heute in der historischen Altstadt von Brügge produziert. Die Wurzeln des Unternehmens lassen sich bis ins Jahr 1564 zurückverfolgen. Seit 1856 befindet sich der Betrieb im Besitz der Familie Maes. Heute besuchen pro Jahr rund 100.000 Touristen den Firmensitz.

(21.9.2016)

 
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