Braukunst auf der documenta

Sufferhead original Stout

Gibt es auf der documenta: Das Stout "Sufferhead Original" (Fotografie, documenta 14, Foto: Mathias Völzke und Oliver Blohm)

Auf der documenta 14 in Kassel spielt neben zeitgenössischer Kunst auch Braukunst eine Rolle: Zusammen mit Brauern der Kasseler craftBee GbR hat der Nigerianer Emeka Ogboh ein Bier für die Ausstellung entwickelt, die noch bis 17. September besucht werden kann. "Sufferhead Original" heißt das Stout, das mit 8,2 Prozent Alkoholgehalt vergleichsweise stark ist. 50.000 Flaschen wurden in der Hütt-Brauerei in Baunatal abgefüllt.

Dem 40-jährigen Ogboh ging es laut eigenen Angaben darum, kulinarische Traditionen aus Afrika und Deutschland zu kombinieren. Deshalb enthält die Kreation neben klassischen Bierzutaten auch Chili und Honig von "Kasseler Stadtbienen".

Die Bezeichnung für das Bier leitet sich von dem Lied "Original Suffer Head" des nigerianischen Musikers Fela Kutis ab und spielt gleichermaßen auf vergangene und aktuelle Ereignisse an: In dem Song geht es um die politische und wirtschaftliche Misere, die in Nigeria in den 1980er Jahren herrschte. Damals haben viele Menschen das Land verlassen. Aber auch auf Kater und Kopfweh, die nach übermäßigem Konsum drohen, nimmt der Name des Bieres Bezug. Darüber hinaus reflektiert Ogboh in dem Brauwerk seine Erfahrungen als Ausländer in Deutschland. Die Zutat Chili soll ausdrücken, dass Afrikanern deutsches Essen oft nicht scharf genug ist …

In Kassel wird das Bier derzeit mit Werbeplakaten beworben. Es kann für knapp 8 Euro auf der documenta und auch andernorts erworben werden. Eine Übersicht mit Verkaufsstellen gibt es unter www.sufferheadbier.de

(23.6.2017)

 
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