Deutsche Brauereien haben 2016 etwas mehr Bier abgesetzt

Bier

Die deutschen Brauereien haben 2016 etwas mehr Bier verkauft.

Die Deutschen haben 2016 weniger Bier getrunken. Wegen einer höheren Nachfrage im Ausland haben die im Bundesgebiet ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt aber trotzdem ein kleines bisschen mehr verkauft. Laut statistischem Bundesamt stieg der Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 95,83 Millionen Hektoliter. Davon wurden 82,4 Prozent bzw. 79,53 Millionen Hektoliter im Inland abgesetzt. Das waren 0,7 Prozent weniger als 2015. Die Exporte in EU-Länder blieben stabil bei 9,89 Millionen Hektoliter, die Ausfuhren in Länder außerhalb Europas legten um 9,5 Prozent zu und erreichten 6,79 Millionen Hektoliter. 4,1 Prozent bzw. 3,9 Millionen Hektoliter des gesamten Absatzes entfielen auf Biermischgetränke. Alkoholfreies Bier ist in den Zahlen des Statistischen Bundesamts nicht berücksichtigt.

Den höchsten Anteil am Bierabsatz erreichten 2016 mit 24,5 Prozent die bayerischen Brauereien. Dahinter folgen ihre Kollegen aus Nordrhein-Westfalen mit 23,3 Prozent. Beim Inlandsabsatz hatten die Bierhersteller aus Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,5 Prozent die Nase vorn. Hier belegen die Bayern mit 23,1 Prozent Platz 2. Beim Export waren wiederum die die bayerischen Brauer führend. Fast jedes dritte Bier (31,2 Prozent), das ins Ausland verkauft wurde, stammte aus dem Freistaat.

2016 war das dritte Jahr in Folge, in dem die Brauer Zuwächse erzielen konnten. Zuvor war der Bierabsatz stetig gesunken. 2013 hatte er den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Leichte Zuwächse hatte es zuletzt 2006 gegeben. Damals hatte der Ausstoß noch mehr als 10 Millionen Hektoliter höher gelegen als 2016.

Entwicklung des Bierabsatzes der Brauereien in Deutschland
Bierabsatz nach Jahren
2002: 107,8 Mio. Hektoliter (Vergleich zum Vojahr: - 0,0 %)
2003: 105,6 Mio. hl (- 2,0 %)
2004: 105,9 Mio. hl (+0,3 %)
2005: 105,4 Mio. hl (- 0,5 %)
2006: 106,8 Mio. hl (+1,4 %)
2007: 104,0 Mio. hl (- 2,7 %)
2008: 102,9 Mio. hl (- 1,0 %)
2009: 100,0 Mio. hl (- 2,8 %)
2010:   98,4 Mio. hl (- 1,6 %)
2011:   98,3 Mio. hl (- 0,1 %)
2012:   96,5 Mio. hl (- 1,8 %)
2013:   94,6 Mio. hl (- 2,0 %)
2014:   95,7 Mio. hl (+1,0 %)
2015:   95,8 Mio. hl (+0,1 %)
2016:   95,8 Mio. hl (+0,1 %)

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

(30.1.2017)

 
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