Die größten Brauereien und Braunationen der Welt

Die globale Bierproduktion ist gesunken

Die globale Bierproduktion ist 2016 gesunken.

Hopfenanbaugebiet

In Hopfenanbaugebieten in Deutschland und anderen Ländern fiel die Ernte 2016 überdurchschnittlich gut aus.

Die globale Bierproduktion ist 2016 zum dritten Mal in Folge gesunken. China ist und bleibt die größte Braunation. Deutschland hat seine Stellung als "Europameister" behauptet und belegt im internationalen Vergleich Platz fünf. Die Konzentration auf dem Biermarkt hat nach der Übernahme von SABMiller durch Anheuser-Busch InBev weiter zugenommen. Das alles und noch viel mehr steht im aktuellen "Barth-Bericht", den die Barth-Haas Group herausgegeben hat. Der Nürnberger Hopfenhändler veröffentlicht einmal im Jahr Zahlen zum Bier- und Hopfenmarkt.

Von 1992 bis 2013 ist die weltweite Bierproduktion stetig gestiegen. Seitdem geht es leicht bergab. Nach Berechnungen der Barth-Haas Group wurden 2016 auf dem Erdball 1,957 Milliarden Hektoliter Bier gebraut. Das waren 3,5 Millionen Hektoliter beziehungsweise 0,2 Prozent weniger als 2015. In Europa (+0,5 Prozent, Ausstoß 2016: 530,8 Millionen Hektoliter), Afrika (+2,5 Prozent, 145 Millionen Hektoliter) sowie in Nord- (+1,5 Prozent, 345,3 Millionen Hektoliter) und Mittelamerika (+2,7 Prozent, 19,7 Millionen Hektoliter) gab es im letzten Jahr Zuwächse. In Asien (-0,3 Prozent, 680,5 Millionen Hektoliter), Südamerika (-5,4 Prozent, 215,6 Millionen Hektoliter) und Australien/Ozeanien (-0,3 Prozent, 20,2 Millionen Hektoliter) wurde weniger Bier hergestellt.

China braut ein Viertel aller Biere
China bleibt im Bierbereich unangefochtener Weltmarktführer. Und das, obwohl der landesweite Ausstoß 2016 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 11,5 Millionen Hektoliter auf rund 460 Millionen Hektoliter sank, was fast einem Viertel der globalen Produktion entspricht. Auf Platz zwei und drei folgen die USA (Bierproduktion 2016: 221,3 Millionen Hektoliter) und Brasilien (133,3 Millionen Hektoliter) vor Mexiko (105 Millionen Hektoliter). Deutschland (94,9 Millionen Hektoliter) belegt Rang fünf. Der Absatz der Brauereien im Bundesgebiet hat 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent angezogen. Die fünf größten Herstellerländer brachten es 2016 auf einen Anteil von 52 Prozent an der weltweiten Produktion.

In Europa ist Deutschland der größte Bierproduzent vor Russland (Produktion 2016: 78,2 Millionen Hektoliter), Großbritannien (44 Millionen Hektoliter), Polen (40,7 Millionen Hektoliter) und Spanien (36,2 Millionen Hektoliter).

Die größten Bierkonzerne der Welt
Die Konzentration auf dem internationalen Biermarkt hat weiter zugenommen. Anheuser-Busch InBev, größter Braukonzern der Welt mit Hauptsitz in Belgien, hat SABMiller, bisher Nummer zwei, übernommen. Um für den Deal die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden zu erhalten, wurden SABMiller-Beteiligungen an anderen Unternehmen verkauft. Trotzdem lag der Bierausstoß von AB InBev 2016 bei 433,9 Milliarden Hektolitern. Das entspricht mehr als 22 Prozent der wetweiten Bierproduktion. Laut Barth Haas-Group dürfte der Ausstoß künftig bei knapp 500 Millionen Hektolitern liegen.

Zweitgrößter Hersteller war 2016 Heineken (Niederlande) mit einer Jahresproduktion von 200 Millionen Hektolitern (2015: 188,3 Millionen Hektoliter). Die China Res. Snow Breweries haben 118,8 Millionen Hektoliter gebraut und Carlsberg überholt. Der dänische Konzern belegt mit 116,9 Millionen Hektolitern Platz vier vor Molson-Coors (USA/Kanada, Produktion 2016: 95,2 Millionen Hektoliter). Fast jedes zweite Bier, das auf der Erde verkauft wird, stammt von einem der fünf führenden Konzerne. Die 40 größten Hersteller bringen es zusammengenommen auf einen Marktanteil von 78,7 Prozent.
 
Die größten deutschen Brauereien
In Deutschland ist die zum Dr.- Oetker-Konzern gehörende Radeberger Gruppe der größte Brauer. Mit einer Jahresproduktion von 11,9 Millionen (+0,6 Prozent) belegt das Unternehmen im internationalen Vergleich Platz 20. Weitere deutsche Unternehmen in der Weltrangliste der 40 größten Hersteller sind Oettinger (Bierausstoß 2016: 9,2 Millionen Hektoliter, Weltmarktanteil: 0,5 Prozent) auf Platz 27, die TCB Beteiligungsgesellschaft mbH (Platz 29, 8,5 Millionen Hektoliter), die Bitburger Braugruppe (Platz 31, 7 Millionen Hektoliter), Krombacher (Platz 35, 5,9 Millionen Hektoliter), die Paulaner Brauerei Gruppe (Platz 36, 5,7 Millionen Hektoliter), Warsteiner (Platz 38, 4 Millionen Hektoliter) und die Karlsberg Brauerei (Platz 40, 2,9 Millionen Hektoliter). Zusammen bringen sie es auf einen Weltmarktanteil von 2,8 Prozent.

Hopfenmarkt
Nach einer schlechten Hopfenernte im Jahr 2015 fielen die Erträge 2016 laut Barth-Bericht in nahezu allen Anbaugebieten überdurchschnittlich aus. Weltweit wurden 111.911 Tonnen geerntet (2015: 87.415 t). Die Anbaufläche wuchs um mehr als 4.500 Hektar auf 56.141 Hektar. In Deutschland, nach den USA zweitgrößtes "Hopfenland" der Welt, wurde die Anbaufläche um rund 700 Hektar auf 17.855 Hektar erweitert. Die Erntemenge stieg auf 42.766 t (2015: 28.337 t). Gut für die Hopfenwirtschaft ist nach Angaben der Barth Haas-Group eine gestiegene Nachfrage seitens Craft Beer-Brauereien, die oft auf stark gehopfte Biere setzen.

>Zum vollständigen Barth-Bericht

(26.7.2017)

 
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