Europa: Strafen für Autofahrer, die Alkoholtests verweigern

In manchen europäischen Staaten müssen Autofahrer mit empfindlichen Strafen rechnen, wenn sie von der Polizei zum Alkoholtest gebeten werden und diesen verweigern. Teilweise drohen sogar Freiheitsstrafen, informiert der ADAC in einer Pressemitteilung.

In Deutschland müssen sich Autofahrer nicht zwingend ins Röhrchen pusten, wenn die Polizei sie dazu auffordert. Lehnt der Fahrer ab, liegt es im Ermessen der Beamten, eine Blutprobe anzuordnen. Dafür müssen sie sich aber zuerst einen richterlichen Beschluss einholen.

In den Niederlanden ist das anders: Dort wird es laut ADAC als Straftat gewertet, wenn man einen Atem- oder Blutalkoholtest in den Niederlanden zurückzuweist. Das gilt auch, wenn nicht bekannt ist, ob der Fahrer tatsächlich Alkohol im Blut hatte. Ein Fahrer ist also immer verpflichtet, sich einem Atemalkoholtest zu unterziehen. Für das Ablehnen sind ein Bußgeld von 1.000 Euro sowie ein Fahrverbot von neun Monaten vorgesehen.

Wer in Österreich eine Alkoholkontrolle ablehnt, dem unterstellt die Polizei automatisch einen Pegel von 1,6 Promille. Es drohen 1.600 bis 5.900 Euro Geldstrafe. Ausländern wird zudem die Fahrberechtigung in Österreich für mindestens sechs Monate aberkannt.

In der Schweiz wird die "Vereitelung von Maßnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit" mit einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet. Das Bußgeld ist einkommensabhängig. In Luxemburg werden 500 bis 10.000 Euro erhoben. Möglich ist außerdem eine Haftstrafe von drei Tagen bis acht Jahren.

In Frankreich müssen Verweigerer mit einer Geldstrafe bis 4.500 Euro und/oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. 1.500 bis 6.000 Euro und/oder Freiheitsstrafen von drei bis zwölf Monaten sind in Italienfällig. In Schweden können Fahrer, die einen Atemalkoholtest verweigern, zu einer Blutprobe gezwungen und in Gewahrsam genommen werden.

(14.8.2017)

 
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