Keime in jedem zehnten Fassbier

Keime in Fassbieren

In Niedersachsen haben Kontrolleure Keime in Fassbieren gefunden.

Von 120 Fassbier-Proben, die Kontrolleure in Niedersachsen im letzten Jahr in Kneipen und Gaststätten genommen haben, wiesen zwölf (= 10 Prozent) "auffällige Keimgehalte" auf. Das steht im aktuellen Verbraucherschutzbericht, den das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgelegt hat. Die Hersteller trifft dabei keine Schuld. Die Brauereien würden ihr Bier in der Regel in einwandfreiem hygienischem Zustand in luftdicht verschlossenen Fässern ausliefern, heißt es in dem Report. Ursache für die Keimbelastung seien "zumeist hygienische Mängel infolge unzureichender Reinigung und Desinfektion der Getränkeschankanlagen". Bei letzteren handele es sich um offene Systeme, die für den "Eintrag von Verschmutzungen und Mikroorganismen sehr anfällig" seien. Es sei unerlässlich, die Anlagen regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren. Hier sieht das Ministerium "ein nicht unerhebliches Verbesserungspotenzial". Ernsthafte Gefahren für die Gesundheit bestehen nach Angaben der Behörde nicht.

(15.8.2016)

 
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