Lange Arbeitszeiten gehen oft mit erhöhtem Alkoholkonsum einher

Alkohol

Wer viel arbeitet, trinkt laut einer aktuellen Studie oft mehr Alkohol.

Viel Arbeit geht oft mit erhöhtem Alkoholkonsum einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von 44 Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern. Die Autoren haben Daten zu Arbeitszeiten und zum Trinkverhalten von mehr als 333.000 Menschen aus 14 Staaten ausgewertet, darunter Großbritannien, die USA und Deutschland.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Beschäftigte, die mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten, im Schnitt mehr bechern als jene, die zwischen 35 und 40 Stunden in ihrem Job verbringen. Außerdem nehmen Menschen mit einem Arbeitspensum von mindestens 49 Stunden13 Prozent häufiger Alkohol in Mengen zu sich, die sich schädlich auf Leber, Herz und Psyche auswirken können. Als riskant für die Gesundheit definieren die Wissenschaftler bei Männern die Einnahme von mindestens 21 Drinks pro Woche, bei Frauen sind es 14 Drinks. Als ein Drink wird ein Viertelliter Bier, ein kleiner Schnaps oder ein Achtelliter Wein eingestuft.

Die Wissenschaftler erklären sich das Phänomen unter anderem damit, dass Menschen, die viel beschäftigt sind, verstärkt zu Alkohol greifen, um Stress abzubauen und abschalten zu können. Ihren Erkenntnissen zufolge nimmt der Konsum dabei unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft und sozialem Umfeld zu.

Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

(15.1.2015)

 
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