Mehr Bierabsatz im ersten Halbjahr

Brauerei

Die in Deutschland ansässigen Brauereien haben im ersten Halbjahr mehr Bier verkauft.

Gutes Wetter und die Fußball-Weltmeisterschaft haben den Bierabsatz angekurbelt. Im ersten Halbjahr gab es einen Zuwachs von 4,4 Prozent. Bayern hat Nordrhein-Westfalen als größtes Bierbundesland abgelöst.

47,9 Millionen Hektoliter haben die in Deutschland ansässigen Brauereien laut Statistischem Bundesamt zwischen Januar und Juni verkauft. Das sind 2 Millionen Hektoliter mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 39,7 Millionen Hektoliter bzw. 82,8 Prozent der gesamten Menge wurden im Inland abgesetzt. Hier betrug das Plus 3,1 Prozent. Die Exporte in EU-Länder legten um 5,3 Prozent auf 5,2 Millionen Hektoliter zu. Die Ausfuhren in Staaten außerhalb der EU erreichten 2,9 Millionen Hektoliter (+22,2 Prozent). Einen deutlichen Anstieg von 13,4 Prozent gab es bei Biermischgetränken. Mit 2,2 Millionen Hektolitern entfielen auf sie 4,7 Prozent des Gesamtabsatzes.

Nur im Mai ist der Bierabsatz gesunken. Ansonsten verzeichneten die Brauer bisher in jedem Monat des laufenden Jahrs Zuwächse. Mit einer Steigerung von 14 Prozent auf 9,7 Millionen Hektoliter fiel das Plus im Juni am deutlichsten aus, als die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien für Impulse sorgte. Profitiert haben die Brauer außerdem von günstigen Wetterbedingungen mit relativ milden Temperaturen bereits im Frühjahr.

Bayern größtes Bierbundesland
Bayern hat Nordrhein-Westfalen als größtes Bierbundesland abgelöst. Die Brauereien aus dem Freistaat haben ihren Absatz im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent auf 11,4 Millionen Hektoliter steigern können. Die Hersteller aus Nordrhein-Westfalen büßten 2,5 Prozent ein und verkauften 11,16 Millionen Hektoliter.

Bei den großen Brauereien in Deutschland verlief die Entwicklung in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres recht unterschiedlich. Nach Angaben des Fachmagazins Inside haben einige große Marken zum Teil deutlich verloren. Warsteiner büßte demnach 8,4 Prozent Absatz ein, Radeberger, König und Hasseröder verloren jeweils 6 Prozent. Jeweils um knapp 10 Prozent zulegen konnten die Münchner Brauereien Augustiner und Paulaner. Zuwächse erzielten laut Inside außerdem Krombacher und Oettinger, die meistgetrunkene Biermarke in Deutschland.

Alles in allem zeichnet sich ab, dass über das ganze Jahr 2014 gerechnet zum ersten Mal seit langem ein Zuwachs bei den Bierverkäufen erzielt wird. 2013 hatte der Bierabsatz mit 94,6 Hektolitern den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Seit der Jahrtausendwende mussten die Brauereien regelmäßig Einbußen hinnehmen. Nur 2006 gab es ein leichtes Plus. Damals fand die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt.

(31.7.2014)

 
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