Putin fordert Begrenzung von Preisanstieg bei Wodka

Wladimir Putin

Will den Preisanstieg von Wodka begrenzen: Der russische Präsident Wladimir Putin (Bild: Kremlin.ru).

Wladimir Putin hat bei einem Treffen mit Regierungsvertretern und Gouverneuren gefordert, den Preisanstieg von Wodka zu begrenzen. Der russische Präsident äußerte die Sorge, dass durch eine weitere Verteuerung die Schwarzbrennerei von qualitativ minderwertigem Schnaps zunimmt, der gefährlicher für die Gesundheit sei als Alkohol aus kontrollierter Herstellung. 2014 ist der staatlich regulierte Preis für einen halben Liter Wodka um rund ein Drittel auf umgerechnet 3,34 Euro gestiegen.

Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Konsum von mehr als 15 Litern Alkohol pro Jahr gehört Russland nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den Ländern, in denen im globalen Vergleich am meisten gebechert wird. Schätzungen zufolge gibt es jährlich eine halbe Million alkoholbedingte Todesfälle. Im Kampf gegen das Alkoholproblem hat die Regierung in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen und Gesetze auf den Weg gebracht. 2012 wurde verboten, abends und nachts Alkohol zu verkaufen. Seitdem ist auch Bierwerbung im Fernsehen und im Radio untersagt. Seit Januar 2013 dürfen Brauereien außerdem keine Anzeigen mehr in Printmedien und auf russischen Internetportalen schalten. Bier war in Russland erst im 2011  zum alkoholischen Getränk erklärt worden. Davor galt der Gerstensaft als Nahrungsmittel, weil sein Alkoholgehalt unter 10 % Vol. liegt.

(5.1.2014)

 
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