Schweiz: Weniger Bierabsatz, mehr Brauereien

Schweizer Flagge

Die Schweizer haben im abgelaufenen Braujahr weniger Bier getrunken.

In der Schweiz eröffnen immer mehr kleine Brauereien. Der Bierdurst der Bevölkerung hat zuletzt aber nachgelassen. Im abgelaufenen Braujahr (1. Oktober 2015 bis 30. September 2016) wurden landesweit 4,62 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Das waren 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Als Hauptgrund für den Rückgang nennt der Schweizer Brauerei-Verband (SBV) den nasskalten Frühling, der der Bevölkerung die Lust auf Bier "verhagelt" habe.

Der Abasatz der heimischen Brauereien sank um 0,7 Prozent auf 3,43 Millionen Hektoliter, was einem Marktanteil von 74,3 Prozent entspricht. Die Bierimporte büßten 0,3 Prozent ein und lagen bei 1,18 Millionen Hektolitern. 25,7 Prozent aller Gerstensäfte, die die Schweizer tranken, stammten aus dem Ausland.

Untergäriges Lagerbier ist und bleibt die am meisten getrunkene Sorte in der Schweiz. Der Marktanteil liegt bei rund 80 Prozent. Zuletzt kontinuierlich gestiegen ist nach Angaben des SBV der Ausstoß an meist obergärigen Spezialitätenbieren, zu denen in der Schweiz neben Weizenbieren unter anderem auch India Pale Ales gezählt werden. Der Marktanteil dieses Segments liegt mittlerweile bei über 10 Prozent.

Spezialitätenbiere entstehen häufig in kleinen Brauereien, deren Zahl zuletzt deutlich zugenommen hat. Allein in diesem Jahr gab es bisher mehr als 100 Neugründungen. Laut SBV gibt es in der Schweiz mittlerweile 734 Braustätten. Davon sind 570 "Kleinstbraustätten", die bis zu 50 Hektoliter pro Jahr herstellen. Der Großteil des Ausstoßes stammt nach wie vor von ein paar Unternehmen. 99,2 Prozent aller Schweizer Biere werden von 49 Brauereien produziert.

(23.11.2016)

 
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