Schweiz: Weniger Bierkonsum, aber mehr Brauereien

Schweiz

In der Schweiz ist der Pro Kopf-Konsum von Bier gesunken.

Die Schweizer haben im letzten Jahr mehr Wein, aber weniger Bier und Spirituosen getrunken. Der Pro Kopf-Konsum an reinem Alkohol hat mit 8,3 Litern (2012: 8,4 Liter) einen historischen Tiefstand erreicht. Das geht aus der Broschüre "Alkohol in Zahlen" hervor, die die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) vorgelegt hat.

Der Bierabsatz hat 2013 zwar schweizweit in der Menge um 11.000 Hektoliter zugelegt und 4,54 Millionen Hektoliter erreicht. Trotzdem ging der Pro-Kopf-Konsum nach Angaben der EAV im Vergleich zu 2012 um 0,7 Liter auf 55,8 Liter zurück. Bier für den Export mit eingerechnet haben die Schweizer Brauereien 3,39 Millionen Hektoliter produziert. 2012 waren es noch 3,54 Millionen Hektoliter. Die Bierimporte stiegen von 1,09 Millionen Hektoliter (2012) auf 1,22 Millionen Hektoliter. Die Anzahl der in der Schweiz ansässigen Brauereien ist von 385 (2012) auf 409 gestiegen.

Der Pro Kopf-Verbrauch an Spirituosen lag 2013 bei 3,8 Litern und damit um 0,1 Liter unter dem Niveau von 2012. Beim Wein gab es wiederum einen Zuwachs von 0,1 Liter auf 36,1 Liter.

Den Rückgang beim Alkoholkonsum führt die EAV unter anderem auf konjunkturelle Aspekte und neue gesetzliche Regelungen wie die Senkung des Grenzwerts auf 0,5 Promille im Straßenverkehr und Rauchverbote zurück. Auch eine Veränderung des individuellen Verhaltens und wachsendes Gesundheitsbewusstsein würden eine Rolle spielen. Der Pro Kopf-Verbrauch an alkoholischen Getränken sinkt in der Schweiz bereits seit rund 30 Jahren langsam aber kontinuierlich.

(6.8.2014)

 
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