Studie: Ein bisschen Bier schützt das Herz

Bier

Maßvoller Bierkonsum verlangsamt den Abbau von gutem Cholesterin, sagen Wissenschaftler

Maßvoller Alkoholkonsum könnte vor Herzinfarkten schützen, glaubt ein Team chinesischer und US-amerikanischer Wissenschaftlern, die unter anderem an der Pennsylvania State University (USA) lehren. Sie haben für eine Studie mehr als 80.000 erwachsene Chinesen nach ihrem Trinkverhalten befragt und über einen Zeitraum von sechs Jahren regelmäßig deren Cholesterinwerte untersucht.

Dabei konnten sie laut eigenen Angaben zeigen, dass bei Probanden, die moderat Alkohol konsumierten, der Abbau von HDL (High Density Lipoprotein) im Körper länger dauerte als bei Personen, die viel oder gar nicht zechten. Bei HDL – landläufig auch "gutes Cholesterin" genannt - handelt es sich um Fett-Eiweiß-Verbindungen, die überschüssiges Cholesterin von den Wänden von Blutgefäßen wegtransportieren und dadurch verhindern, dass in Arterien Ablagerungen entstehen ("Verkalkung"), die letztendlich Herzinfarkte auslösen können.  

Als moderate Trinker stuften die Wissenschaftler Männer ein, die höchstens zwei alkoholische Getränke am Tag zu sich nahmen, sowie Frauen, die einen Drink konsumierten. Bei Probanden, die maßvoll Bier zu sich nahmen, war der Effekt nach Angaben der Forscher unter allen Studienteilnehmern am positivsten. Bei ihnen habe der HDL-Abbau länger gedauert als bei Konsumenten von Spirituosen. Über die Auswirkungen von Wein könnten sie keine Aussage machen, da zu wenig Weintrinker in die Studie einbezogen wurden, so die Urheber der Studie.

Die Ergebnisse ihrer Erhebung haben die Wissenschaftler Mitte November 2016 bei den American Heart Association's Scientific Sessions 2016 vorgestellt.

(18.11.2016)

 
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