Studie: Steigende Hopfen- und Bierpreise durch den Klimawandel

Hopfenanbau in der Hallertau

Laut einer aktuellen Studie könnte derKlimawandel negative Folgen für den Hopfenanbau in der Hallertau haben.

Der Klimawandel könnte negative Folgen für den Hopfenanbau in der Hallertau haben und zu steigenden Bierpreisen führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mit dem Titel "Brennpunkte des Klimawandels in Deutschland", die die Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben hat und die auf der Auswertung frei zugänglicher Quellen basiert. Beleuchtet werden mögliche Auswirkungen von Erderwärmung und Wetterumschwung auf verschiedene Regionen in der Bundesrepublik bis Mitte bzw. Ende des 21. Jahrhunderts.

In der bayerischen Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt, habe es allein in den letzten fünf Jahren fünf schwere Hagelunwetter gegeben, heißt es in der Studie. 2009 wurden demnach sogar rund 4.000 Hektar Anbaufläche schwer beschädigt, 1.000 davon komplett vernichtet, was zu einem Ertragsausfall von 15 % geführt habe. Zukünftig könnten mehr Hagel und starke Niederschläge dazu führen, dass die Hopfenbauern verstärkt in Maßnahmen zum Schutz vor Bodenerosion sowie in die Entwicklung resistenter Sorten investieren müssen. Das sei finanziell noch einigermaßen überschaubar. Als größeres Problem werden in der Studie unkalkulierbar steigende Ausgaben für Versicherungen gegen Ernteausfälle angeführt. Einbußen beim Ertrag dürften letztendlich zu höheren Hopfenpreisen führen. In der Folge könnte auch Bier teurer werden, so das Resümee.

Negative Auswirkungen durch den Klimawandel drohen laut Grünen-Studie nicht nur der Hallertau, sondern beispielsweise auch den bayerischen Alpen. Durch steigende Temperaturen sei zu erwarten, dass es hier künftig weniger Schnee gibt, worunter der Tourismus leiden könnte. In Thüringen könnte die Holzwirtschaft Probleme bekommen, in Städten sei mit mehr Hitzetoten zu rechnen.

>Studie "Brennpunkte des Klimawandels in Deutschland"

(23.8.2015)

 
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