Studie: Zusammenhang zwischen Glasgröße und Trinkverhalten

Glasgröße und Weinverkauf

Die Glasgröße wirkt sich auf den Weinverkauf aus, behaupten britische Wissenschaftler.

Die Größe von Gläsern beeinflusst das Trinkverhalten. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of Cambridge. Zwischen März und Juni 2015 haben sie in einem Restaurant, in dem es auch einen separaten Barbereich gibt, alle zwei Wochen die Weingläser ausgetauscht. Neben dem in dem Lokal üblichen Standardglas mit 300 ml Fassungsvermögen kamen bei dem Experiment kleinere (250 ml) und größere (370 ml) Trinkgefäße zum Einsatz. Alle hatten die gleiche Form, die ausgeschenkte Menge war immer dieselbe.

Die Forscher stellten fest, dass der Weinverkauf in den Phasen, in denen die großen Gläser verwendet wurden, um 9,4 Prozent höher lag, als dann, wenn der Rebensaft in den Standardgläsern serviert wurde. Sie glauben, dass die gleiche Weinmenge in verschieden großen Gläsern unterschiedlich wahrgenommen wird. Bei größeren Trinkgefäßen gehe man demnach von weniger Inhalt aus und trinke schneller und letztendlich auch mehr. Weil man meint, weniger getrunken zu haben, steige die Bereitschaft, eine weitere Runde Wein zu bestellen, so die Annahme der Wissenschaftler.

Für die Zeiträume, in denen das Restaurant seinen Wein in den Standard- bzw. kleineren Gläsern abgab, ergab die Studie keine signifikanten Absatzunterschiede. Dafür haben die Wissenschaftler bisher keine plausible Erklärung. Hier sind ihrer Ansicht nach weitere Untersuchungen notwendig.

Die Ergebnisse wurden Anfang Juni im Online-Fachjournal "BMC Public Health" veröffentlicht.

(10.6.2016)

 
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