Überdurchschnittliche Hopfenernte in Bayern

Hopfen

Einer ersten Schätzung zufolge ist die Hopfenernte in Bayern überdurchschnittlich ausgefallen.

Einer ersten Schätzung zufolge wurden in Bayern in diesem Jahr rund 637.300 Zentner Hopfen geerntet. Damit liegt der Ertrag 4,4 Prozent über dem sechsjährigen Durchschnitt von 610.346 Zentnern, meldet das Bayerische Landesamt für Statistik.

Mit insgesamt 16.310 Hektar befinden sich fast 98 Prozent der bayerischen und knapp 90 Prozent der bundesweiten Hopfenanbaufläche in der Hallertau, dem größten geschlossenen Hopfenanbaugebiet der Welt. Die ersten Schätzungen zur Erntemenge gehen hier von rund 625 500 Zentnern aus. Das entspricht einem Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel (598 776 Zentner).

In Bayern werden die Sorten Herkules (4.684 Hektar), Perle (2.663 Hektar) und Hallertauer Tradition (2.610 Hektar) nach wie vor am meisten angebaut. Es werden diesjährige Hektarerträge von 52,5 Zentner bei der Sorte Herkules, von 34,6 Zentner bei der Sorte Perle und von 35,7 Zentner bei der Sorte Hallertau Tradition erwartet. Die durchschnittlichen Erträge beim Aromahopfen werden auf 35,0 Zentner je Hektar und beim Bitterhopfen auf 48,2 Zentner je Hektar geschätzt.

Die erste Schätzung liefert Näherungswerte zur bayerischen Hopfenernte. Eine zweite Schätzung wird im Oktober vorgelegt.

Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer war im Juli noch davon ausgegangen, dass Hopfenernte in diesem Jahr spärlicher ausfällt. 23 Prozent weniger Ertrag als im Vorjahr waren prognostiziert worden. Im Frühjahr und Frühsommer hatten Hitze und zu wenig Regen den Hopfenpflanzen zugesetzt. Danach wurden die Wetterbedingungen besser.

(12.9.2017)

 
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