Fränkische Toskana: Bierwanderweg mit 13 Brauereien

Brauerei Sauer in Roßdorf am Forst
Die Brauerei Sauer in Roßdorf am Forst
Brauerei Griess
Keller-, Bock- und Rauchbier: die Brauerei Griess im Strullendorfer Ortsteil Geisfeld
Brauerei Krug
Die Brauerei Krug in Geisfeld
Melkendorf
Landschaftlich abwechslungsreiche Route: Blick auf Melkendorf
Brauerei Winkler
Serviert Forellen aus eigener Aufzucht: Die Brauerei Winkler in Melkendorf (Litzendorf)
Brauerei Reh
Brauerei Reh in Lohndorf
Brauerei Hölzlein
Brauerei Hölzlein
Biergarten der Brauerei Hölzlein
Biergarten der Brauerei Hölzlein
Biersorten
Ein paar Biere, die man auf dem 13 Brauereienweg probieren kann
Brauerei Hönig
Brauerei Hönig
Brauerei Knoblach
Brauerei Knoblach
Brauerei Göller
Brauerei Göller
Brauerei Wagner
Brauerei Wagner
Biergarten der Brauerei Wagner
Biergarten der Brauerei Wagner
Brauerei Hummel
Brauerei Hummel
Brauerei Drei Kronen
Brauerei Drei Kronen
Brauerei Höhn
Brauerei Höhn

Bamberg und seine Umgebung haben in Sachen Bierkultur einiges zu bieten. In der oberfränkischen Stadt und dem dazugehörigen Landkreis gibt es knapp 70 Brauereien, von denen viele durch Wanderwege verbunden sind. Einer davon ist der im Sommer 2013 eröffnete "13 Brauereienweg". Er verläuft durch die Gemeinden Strullendorf, Litzendorf und Memmelsdorf in der "Fränkischen Toskana", einem Landstrich zwischen Bamberg im Westen und der Fränkischen Schweiz im Osten.

Die Tour ist selbst für erfahrene und ausdauernde Wanderer mit großem Durst eine Herausforderung: Sie ist 32 Kilometer lang und führt - wie der Name bereits vermuten lässt - an nicht weniger als 13 Brauereien vorbei, die ganzjährig mehr als 50 Biersorten anbieten. Saisonal kommen zahlreiche weitere Varianten dazu. Wer für die Route mehr als einen Tag einplant, dem stehen unterwegs zahlreiche Übernachtungs­­möglichkeiten zur Verfügung.

Der landschaftlich recht abwechslungs­­reiche Bierwanderweg ist ausgeschildert. Zusätzlich informieren Hinweistafeln über Sehenswürdig­keiten. Die Anreise ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Beginnen kann man die Tour entweder in Memmelsdorf oder im weiter südlich gelegenen Strullendorf.

Startet man in der rund 7.800 Einwohner zählenden Gemeinde Strullendorf, erreicht man als erste Bierstation die Brauerei Sauer im Ortsteil Roßdorf am Forst. Hier wird in einem eigenen Gasthof mit zugehörigem Biergarten bewirtet. Zum Angebot gehören Pils, Hefeweizen, Braunbier und die Sorte "Urbräu".

Geisfeld: Keller-, Bock- und Rauchbier
Das nächste Bier kann man in Geisfeld trinken, ebenfalls ein Ortsteil von Strullendorf. Der Weg dorthin führt vorbei an Wiesen, Wäldern und Wasser. Nach rund zweieinhalb Kilometern erreicht man die 1872 gegründete Brauerei Griess mit eigenen Gasträumen, Biergarten und Bierkeller. Ausgeschenkt werden Pils und ungespundetes Kellerbier. Saisonal sind auch Bock- und Rauchbier erhältlich.

Ebenfalls in Geisfeld befindet sich die Brauerei Krug, die in einem alten Fachwerkhaus mit Terrasse und Hof residiert. Hier kann man sich mit Brotzeiten, Lagerbier und je nach Jahreszeit wechselnden Sorten stärken.

Anschließend steht ein "Ortswechsel" bevor. Der Bierwanderweg verlässt Geisfeld, verläuft an den Resten einer fränkisch-ottonischer Ringwallanlage und an Hügelgräbern vorbei und erreicht nach weniger als drei Kilometern die nordöstlich gelegene Gemeinde Litzendorf (rund 6.000 Einwohner). Im Ortsteil Melkendorf serviert die Brauerei Winkler Vollbier, fränkische Brotzeiten und Forellen aus eigener Aufzucht.

Weiter geht es wieder nordöstlich, unterwegs befindet sich unter anderem das einzige Sängerehrenmal in Deutschland. Es besteht aus zwölf Kalksteinsäulen und erinnert an die in den beiden Weltkriegen gestorbenen Sänger. Nach rund drei Kilometern Wanderung gelangt man schließlich in den Litzendorfer Ortsteil Lohndorf zur Brauerei Reh. Das Unternehmen bietet eine recht breite Palette an Bieren an (Pils, Weizenbier, eine unfiltrierte Zwickelvariante, helles und dunkles Landbier  etc.). Am Firmensitz gibt es keine Gaststätte. Reh-Bier kann im nicht weit entfernten Landgasthof "Veldensteiner Forst" bestellt werden, der außerdem Hotelzimmer vermietet.

Ebenfalls nicht weit ist es zur Brauerei Hölzlein, die in ihrer Gaststätte Vollbier vom Fass, Brotzeiten und eine kleine Auswahl an warmen Gerichten zu bieten hat. Im Außenbereich befindet sich ein Biergarten mit rund 200 Sitzplätzen.

Das nächste Teilstück des Bierwanderwegs ist etwas mehr als zwei Kilometer lang und führt ins weiter östlich gelegene Tiefenellern (ebenfalls Gemeinde Litzendorf). Hier befindet sich die Brauerei Hönig, deren Geschichte bis ins Jahr 1478 zurückreicht. Der Gasthof ("zur Post") des Unternehmens war früher eine Posthaltestelle. Diesem Umstand Rechnung tragend, schenkt man hier heute neben Pils und Lager auch Sorten mit Bezeichnungen wie "Postillon Weiße" oder das sog. "Posthörnla" mit leichtem Rauchgeschmack aus. Saisonal gibt es darüber hinaus ein helles Bock- und ein dunkles Festbier. Für die Sommermonate steht ein Biergarten zur Verfügung.

Die nächste Etappe der Bierwanderung ist etwas länger. Der Weg verlässt Tiefenellern in nördlicher Richtung und biegt bald darauf nach Westen ab. Nach rund sieben Kilometern erreicht er die ebenfalls zur Gemeinde Litzendorf gehörende Ortschaft Schammelsdorf. Hier bewirtet die Brauerei Knoblach an ihrem Sitz in einem Gasthaus mit Biergarten. Serviert werden fränkische Brotzeiten und warme Speisen. Dazu werden Lager- und Weißbier, ein Märzen ("Räuschla") sowie saisonal wechselnde Varianten ausgeschenkt. In der Brauerei Knoblach ist es traditionell so, dass viele Stammgäste aus eigenen Bierkrügen (fränkisch "Krügla") trinken. Rund 380 Krüge werden in den Gasträumen aufbewahrt.

"Finale" mit fünf Brauereien
Das "Finale" der Biertour bildet die mehr als 8,700 Einwohner zählende Gemeinde Memmelsdorf, in der fünf Brauereien ihren Sitz haben. Zuerst erreicht man nach rund fünf Kilometern Wanderung im Ortsteil Drosendorf die kleine Familienbrauerei Göller, die neben einer eigenen Gaststätte auch einen Biergarten mit 100 überdachten Sitzplätzen betreibt.

Weiter geht es ins ca. drei Kilometer nordwestlich gelegene Merkendorf, wo sich die Brauereien Wagner und Hummel befinden. Beide bewirten in einer eigenen Gaststätte mit Biergarten. Und: Mit jeweils rund zehn Sorten bieten sie eine stattliche Bierauswahl an.

Danach führt der Weg rund 3,5 Kilometer nach Süden zur Brauerei Drei Kronen. In der Gaststätte oder auf der Terrasse des Betriebs kann man neben Pils und Weißbier auch Rauchbier und saisonale Kreationen wie Dinkel-Weizenbier trinken. Mitnehmen kann man die Sorten in 1 Liter-Bügelflaschen.

Die letzte Station der Bierwanderung bildet der nur wenige Meter entfernt gelegene Brauerei-Gasthof Höhn, der die naturtrübe Biersorte "Görchla" ausschenkt.

Zurück zum Ausgangspunkt in Strullendorf kann man nach der Wanderung problemlos mit dem Bus gelangen. Über Verbindungen informiert der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH (VGN) auf seiner Website.

Kontakte und weitere Informationen
Weitere Details über den 13 Brauereienweg sind auf der Website www.fraenkische-toskana.com hinterlegt. Hier gibt es unter anderem eine Karte mit dem genauen Streckenverlauf.

Auskünfte über Öffnungszeiten, Übernachtungsmöglichkeiten etc. können außerdem direkt bei den Brauereien oder bei den Gemeindeverwaltungen eingeholt werden:

Gemeinde Strullendorf: www.strullendorf.de
Gemeinde Litzendorf: www.litzendorf.de
Gemeinde Memmelsdorf: www.memmelsdorf.de

>>Bilderstrecke zum 13 Brauereienweg

(Stand: 22.8.2014)