Promotion: Zwischen Tradition und neuen Trinkgewohnheiten: Wie Bier relevant bleibt

Bier ist Kulturgut, Genussmittel und Wirtschaftsfaktor – und zugleich Teil eines Getränkemarkts im Wandel. Während der klassische Bierabsatz unter Druck steht, gewinnt alkoholfreies Bier an Bedeutung. Hinzu kommen steigende Kosten, neue Konsumanlässe und die Frage, welche Technologien Brauereien effizienter und nachhaltiger machen. Genau an diesen Schnittstellen setzt das Programm der BrauBeviale 2026 an.

Wie viel Veränderung verträgt Bier?

In seiner Keynote “Going Beyond Beer or Taking Beer Beyond?” blickt Charles Nouwen von Peer to Beer am 10. November auf die Rolle des Bieres in einer immer vielfältigeren Getränkewelt. Sein Ansatz: Bier muss sich an veränderte Erwartungen anpassen, ohne das aufzugeben, was es erfolgreich gemacht hat. Zugänglichkeit, Trinkbarkeit und Erschwinglichkeit treffen damit auf eine zentrale Herausforderung: Wie lassen sich neue Konsumentinnen und Konsumenten erreichen, ohne die eigene Identität zu verlieren?

Kleine Brauereien, große Fragen

Besonders relevant für die europäische Bierkultur ist die Situation kleiner und unabhängiger Brauereien. Am Donnerstag, 12. November 2026, diskutiert ein internationales Panel Erfolgsstrategien für dieses Segment auf der Main Stage. Vertreter aus Polen, Tschechien, Österreich, Italien, Griechenland und Großbritannien geben Einblicke in ihre Märkte und wagen auch einen Ausblick auf die Entwicklung von alkoholfreiem Bier.

Noch unmittelbarer wird der Austausch in der neuen Focus Corner in Halle 9. In 90-minütigen Workshops wird gemeinsam an konkreten Fragestellungen gearbeitet. Für Brauereien stehen unter anderem ein Nachhaltigkeits-Assessment, “Zukunftsperspektive Brewery 2030+” sowie “Wertschätzung und Wertschöpfung mit dem Genussprodukt Bier” auf der Agenda. Damit rücken neben Technik und Produkt auch Positionierung und wirtschaftlicher Wert in den Fokus.

Was hinter dem Bier von morgen steckt

Dass Zukunft nicht nur im Glas entsteht, zeigt die ebenfalls neue Pilot Area. Die Eat Beer Biotech GmbH zeigt, wie Nebenprodukte zu planbaren Produktionsressourcen werden. Das Unternehmen entwickelt eine modulare Produktionsplattform, die Biertreber in einem Bioreaktor in hochwertige Lebensmittelzutaten oder biobasierte Produkte umwandelt. Das Ziel ist eine flexible, skalierbare und kreislauforientierte Produktion.

Ebenfalls in der Pilot Area präsentiert sich Fraunhofer UMSICHT. Das Forschungsinstitut entwickelt im Pilotprojekt ISSDEMO einen Hochtemperatur-Wärmespeicher, der Prozessdampf aus erneuerbaren Energien flexibel bereitstellen soll; eine Demonstrationsanlage wird bei der Bitburger Braugruppe aufgebaut und getestet.

Auf der Main Stage ergänzen smarte Energiesteuerung, Robotics und KI, internationale Benchmarks für Brewery-KPIs und datenbasierte Betriebsoptimierung diese Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Ansätze Brauereien bereits heute wirtschaftlicher und ressourceneffizienter machen können.

Vom Fachthema zurück ins Glas

Und natürlich gehört zu Bier auch das Probieren. In der Discovery Bar in Halle 6 stehen über 50 Getränkekreationen zur Verkostung bereit. Neben funktionalen und alkoholfreien Konzepten werden dort auch besondere Bierstile und neue Getränkeideen erlebbar. Und am Donnerstag, 12. November 2026, steht die Discovery Bar ganz im Zeichen des Bieres: Verkosten Sie Gewinnerbiere des European Beer Star. Erleben Sie die Vielfalt der Europäischen Braukunst mit sechs Signature-Bieren der Independent Brewers of Europe. Und tauchen Sie ein in die Welt der chinesischen Craft Biere.

Die BrauBeviale findet vom 10. bis 12. November 2026 im Messezentrum Nürnberg statt. Für Bierfreunde ebenso wie für Brauerinnen und Brauer bietet die Messe einen Blick darauf, wie sich Bier verändern kann, ohne seine Geschichte und Identität zu verlieren. 

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