Alkohol in der Pubertät beeinflusst späteres Trinkverhalten

Alkohol-Erfahrungen in der Pubertät scheinen sich auf das Trinkverhalten im Erwachsenenleben auszuwirken. Wenn Heranwachsende im Alter zwischen 12 und 14 Jahren zum ersten Mal Bier, Wein oder Ähnliches konsumieren, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie später mehr und öfter zur Flasche greifen. Das haben Wissenschaftler vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit herausgefunden. Sie haben für verschiedene Studien über mehrere Jahre den Alkoholkonsum von 283 jungen Leuten beobachtet. Außerdem wurden Untersuchungen an Ratten durchgeführt.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass sich das Belohnungssystem des Gehirns während der Pubertät stark verändert. In dieser Phase sei das Organ anfälliger für Gefühle der Belohnung, wie sie Suchtstoffe hervorrufen. Mit dem Konsum von Alkohol einhergehende Glücksgefühle könnten deshalb Folgen für das Trinkverhalten im weiteren Leben haben.

Bei Personen, die nach der Pubertät zum ersten Mal Alkohol probieren, sinkt nach Angaben der Forscher das Risiko, dass sie später übermäßig Alkohol konsumieren. Und: Sogar bei jungen Menschen, die bereits vor der Pubertät Bier oder Wein probiert haben, sei die Wahrscheinlichkeit etwas geringer, später viel zu trinken.

Die Ergebnisse der Mannheimer Forscher sollen in der Oktober-Ausgabe des Fachmagazins "Alcoholism: Clinical & Experimental Research" publiziert werden.

(22.5.2013)
 

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