Alkoholbedingte Sterberate im Osten höher als im Westen

In Deutschland sterben pro Jahr 15.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Das geht aus einer Sonderauswertung der aktuellen Todesursachenstatistik hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Die Daten zeigen auch, dass in den neuen Bundesländern die alkoholbedingte Sterberate höher ist als im Westen. Am höchsten ist sie in Mecklenburg-Vorpommern, wo es pro Jahr 37 alkoholbedingte Todesfälle pro 100.000 Einwohner gibt. Es folgen Sachsen-Anhalt (36), Bremen (29), Sachsen (26) und Brandenburg. In Flächenstaaten wie Baden-Württemberg (13), Bayern und Hessen (jeweils 14) gibt es deutlich weniger Sterbefälle. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 18 Toten pro 100.000 Einwohner. Drei von vier Alkoholtoten sind männlich.

Die überdurchschnittlich hohe Todesquote im Osten führen Experten unter anderem auf ökonomische und soziale Rahmenbedingungen zurück. Nach Einschätzung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm können beispielsweise durch Arbeitslosigkeit verursachte Sorgen den Griff zur Flasche befördern. Auch die Trinkkultur in der DDR, wo häufiger und heftiger gebechert worden sei als im Westen, machen Experten verantwortlich.

(20.12.2012)

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