Bande klaut Bierfässer im Wert von 500.000 Euro

Die Polizei hat fünf Tatverdächtige verhaftet, die in großem Stil Bierfässer geklaut haben. Den Männern aus der Ukraine und aus Polen wird vorgeworfen, in den letzten Monaten in mindestens elf Fällen Edelstahl-Fässer im Gesamtwert von rund 500.000 Euro gestohlen zu haben. Die Bande hat bundesweit agiert und auf ihren Raubzügen Brauereien in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Hessen aufgesucht.

Zugeschlagen haben die Kriminellen meistens nachts. Sie verschafften sich Zugang zu den Grundstücken der Brauereien und verluden ihre Beute auf Lkw. Auf die Schliche kam die Polizei der Bande per Zufall: Nach einem Raubzug bei der Fürstenberg Brauerei in Donaueschingen (Baden-Württemberg) waren die Täter Ende Mai mit ihrem vollbeladenen Lkw in einem Erdbeerfeld stecken geblieben und mussten ihr Fahrzeug zurücklassen. Das polnische Kennzeichen des Vehikels half den Beamten, die Bande ausfindig zu machen. Vier der Diebe wurden schließlich bei dem Versuch festgenommen, das Gelände der Hasseröder-Brauerei in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) abzuräumen. Ein weiterer wurde in Brandenburg verhaftet.

Von den Raubzügen der Bande betroffen war unter anderem die Klosterbrauerei Andechs, wo im April gleich 740 Fässer entwendet wurden (Wert: 58 000 Euro). Bei der Brauerei Maxlrain im Oberbayerischen Tuntenhausen wurden 650 Fässer (Wert 21 000 Euro) erbeutet, bei der Staatsbrauerei Weihenstephan 576 (30.000 Euro) und bei Paulaner 400. Der Brauerei Schmucker (Hessen) fehlen 600 Bier-Behälter, Wernesgrüner (Sachsen) sogar 1100.

Um Bier kann es den Dieben nicht gegangen sein - die Fässer waren alle leer. Ihnen ging es um den Edelstahl, aus dem die Behälter hergestellt sind. Damit sollte wahrscheinlich im Ausland Geld gemacht werden.

(20.6.2012)

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