Bauern setzen immer weniger auf Braugerste

Die deutschen Bauern bauen immer weniger Braugerste an. Wie u.a. die Peiner Allgemeine Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wurden im letzten Jahr nur noch 860.000 Tonnen geerntet. 2009 waren es noch 1,4 Millionen Tonnen.

Der Rückgang ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Landwirte immer mehr auf Mais setzen, aus dem in Biogasanlagen Strom- und Wärme erzeugt wird. Mit Mais lässt sich deutlich mehr Geld verdienen als mit Braugerste, nicht zuletzt, da die Politik den Anbau im Rahmen des sog. Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) subventioniert.

Steigende Preise - auch für Bier
Um ihren Bedarf an Braugerste decken zu können, sind die Brauer verstärkt auf Importe aus dem Ausland angewiesen - beispielsweise aus Frankreich oder Dänemark. Durch das verkleinerte Angebot sind die Preise für das Getreide bereits gestiegen und dürften in nächster Zeit noch mehr anziehen. Auch die Bierpreise dürften in diesem Jahr steigen, da die Brauer die höheren Herstellungspreise voraussichtlich an die Verbraucher weitergeben werden.

Mittelfristig ist durchaus denkbar, dass die Braugerste-Anbau in Deutschland  wieder zunimmt. Steigende Preise machen es für die Bauern wieder zunehmend interessant, auf das Getreide zu setzen.

(22.2.2011)

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