Deutschland: Mehr Brauereien, weniger Bierkonsum

Biertrinker

Obwohl die Deutschen immer weniger Bier trinken, steigt die Zahl der Brauereien.

In diesem Jahr läuft es für die deutsche Braubranche vergleichsweise gut. Der Bierabsatz ist in den ersten drei Quartalen um 0,8 Prozent gestiegen. Insgesamt geht die Nachfrage aber seit mehreren Jahren kontinuierlich zurück. Gleichzeitig eröffnen immer mehr Brauereien.

2017 lag der Pro-Kopf-Konsum mit 94 Litern Bier zwei Liter niedriger als im Vorjahr. 2005 hatte jeder Bürger noch 111 Liter gebechert. Das steht im aktuellen Statistischen Jahrbuch, das das Statistische Bundesamt Mitte Oktober herausgegeben hat. Der Inlandsabsatz der im Bundesgebiet ansässigen Brauereien ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf rund 77,2 Millionen Hektoliter gesunken. Die Einnahmen aus der Biersteuer gingen um 2 Prozent bzw. 14 Millionen Euro auf 664 Millionen Euro zurück. 51,7 Milliarden Euro haben die Deutschen 2017 für Alkohol, Zigaretten und Drogen ausgegeben. Das waren 3,2 Prozent mehr als 2016.

Trotz sinkender Biernachfrage gibt es in Deutschland immer mehr Brauereien. Zwischen 2016 und 2017 ist ihre Zahl laut Statistischem Jahrbuch von 1.410 aus 1.492 gestiegen, was einem Plus von 5,8 Prozent entspricht. 2013 hatte es bundesweit noch 140 Braustätten weniger gegeben. Laut Deutschem Brauer-Bund gibt es inzwischen sogar mehr als 1.500 Betriebe. Vor allem kleinere (Craft Beer- und Gasthaus-)Brauereien haben in den letzten Jahren eröffnet. Die meisten Neugründungen verzeichnen Berlin und Brandenburg.

Das Statistische Jahrbuch kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden (>zum Download).

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