Diebels und Hasseröder wechseln den Besitzer

Diebels und Hasseröder

Diebels und Hasseröder wechseln den Besitzer.

Anheuser-Busch InBev verkauft Diebels und Hasseröder an die CK Corporate Finance GmbH (CKCF). Die Transaktion soll bis spätestens Mitte 2018 abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Preis für die beiden Marken wurde nicht bekannt gegeben.

Nach der Übernahme will man "den etwas verstaubten Bier-Juwelen neuen Glanz verleihen", meldet das in Kronberg (Hessen) ansässige Investmentunternehmen CKCF. Geplant seien langfristige Investitionen in die Biermarken und Brauereistandorte sowie eine strategische Neuausrichtung, um nachhaltiges Wachstum zu generieren und Arbeitsplätze zu sichern.

AB Inbev hatte bereits vor ein paar Monaten signalisiert, den Verkauf von Hasseröder und Diebels anzustreben. Der größte Braukonzern der Welt mit Hauptsitz in Belgien hat vor kurzem SABMiller, Nummer zwei auf dem globalen Biermarkt, übernommen, und passt derzeit Strukturen an. Beispielsweise wurden die italienische Marke Peroni sowie Pilsner Urquell (Tschechien), Tyskie, Lech (beide Polen) und Grolsch (Niederlande) an die japanische Brauereigruppe Asahi abgegeben. In Deutschland ist AB InBev unter anderem mit Beck's, Franziskaner und Spaten vertreten.

Altbier-Marktführer und Nummer eins im Osten
Die 1878 gegründete Brauerei Diebels in Issum (Nordrhein-Westfalen) gehörte seit 2001 zur Interbrew-Gruppe, die später mit Anheuscher-Busch zu AB InBev fusionierte. Nach Angaben des Deutschlandablegers des Konzerns ist Diebels im Altbiersegment bis heute Marktführer, auch wenn der Absatz stark gesunken ist. In ihren besten Zeiten verkaufte die Brauerei mehr als eine Million Hektoliter Bier pro Jahr. 2001 lag der Ausstoß mit 1,6 Millionen Hektolitern am höchsten. Bis 2016 sank er auf 350.000 Hektoliter.

Hasseröder kaufte Interbrew 2002. Die Brauerei aus  Wernigerode (Sachsen-Anhalt) hat 2016 rund 2,1 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt und ist damit laut eigenen Angaben die fünftgrößte Biermarke in Deutschland und Nummer eins im Osten. Vor vier Jahren hatte der Ausstoß noch bei 2,4 Millionen gelegen. Für den Rückgang macht man nicht zuletzt den harten Preiskampf auf dem ostdeutschen Biermarkt verantwortlich.

(16.1.2018)

 
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