Forschung: Bier übersteht atomare Explosion

(Bild: National Nuclear Security Administration)

Mitte der 1950er Jahre haben die USA die Auswirkung radioaktiver Strahlung auf Menschen, Gebäude und Lebensmittel getestet. Auch Bier wurde in die Versuchsreihen einbezogen. Dabei zeigte sich, dass das Getränk gute Chancen hat, auch nach einer nuklearen Katastrophe noch genießbar zu sein. Das geht aus einer 1957 erstellten Studie mit dem Titel "The Effect of Nuclear Explosions on Commercially Packaged Beverages" hervor, die erst jetzt bekannt und auf der Webseite "Nuclear Secrecy" veröffentlicht wurde.

In dem Dokument wird davon berichtet, dass Wissenschaftler der US-amerikanischen Atomic Energy Commission zwischen Februar und Mai 1955 in Nevada mehrere Atombomben hochgehen ließen. Bei zwei Tests platzierten sie in Abständen von 300 Metern bis 2,3 Kilometern vom Explosionszentrum entfernt Glasflaschen und Dosen, die Bier und andere Getränke enthielten. Die durch die Bomben ausgelösten Druckwellen beschädigten die Behältnisse nicht. Wenn sie kaputtgingen, dann durch herumfliegende Teile, schreiben die Autoren der Studie.

Als anschließend bei Messungen in den Getränken keine über dem gesetzlichen Grenzwert liegende Radioaktivität festgestellt wurde, "durften" Testpersonen zum Trinken antreten. Dabei zeigte sich, dass die "kommerzielle Qualität" nach wie vor in Ordnung war, wie es in der Studie heißt. Nur Biere und Softdrinks, die in geringem Abstand zu den Explosionen deponiert worden waren, schmeckten etwas seltsam.

(23.9.2012)

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