Gericht verurteilt Bierfassdieb

Das Schöffengericht Bayreuth hat ein Mitglied einer Bande, die Bierfässer im Wert von rund 500.000 Euro gestohlen haben soll, zu zweieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Laut einem Bericht des Nordbayerischen Kuriers hatte der 48-jährige Ukrainer zusammen mit Komplizen über mehrere Monate hinweg im gesamten Bundesgebiet Edelstahl-Fässer von Brauerei-Grundstücken geklaut. Die Kriminellen waren meistens nachts auf Firmengelände vorgedrungen und verluden ihre Beute auf Lkw. Um Bier ging es dabei nicht, die Fässer waren alle leer. Wichtig war den Gangstern der Edelstahl, aus dem die Behältnisse hergestellt sind. Damit sollte im Ausland Geld gemacht werden. Das Diebesgut wurde an Abnehmer in der Ukraine und in Polen verkauft.

Die Polizei war der Bierfassbande im Mai 2012 per Zufall auf die Schliche gekommen: Damals waren die Täter nach einem Raubzug bei der Fürstenberg Brauerei in Donaueschingen (Baden-Württemberg) mit ihrem vollbeladenen Lkw in einem Erdbeerfeld stecken geblieben und mussten ihr Fahrzeug zurücklassen. Das polnische Kennzeichen des Vehikels half den Beamten, mehrere Mitglieder Bande ausfindig zu machen.

Von den Raubzügen der Fassdiebe betroffen war unter anderem die Klosterbrauerei Andechs, wo 2012 im April 740 Fässer entwendet wurden (Wert: 58.000 Euro). Bei der Brauerei Maxlrain im Oberbayerischen Tuntenhausen wurden 650 Fässer (Wert 21.000 Euro) erbeutet, bei der Staatsbrauerei Weihenstephan 576 (30.000 Euro) und bei Paulaner 400. Der Brauerei Schmucker (Hessen) fehlen 600 Bier-Behälter, Wernesgrüner (Sachsen) sogar 1.100.

(11.12.2013)

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