Holsten-Chef rechnet mit weiterem Rückgang beim Bierkonsum

Der Bierkonsum geht in Deutschland seit mehr als 30 Jahren kontinuierlich zurück. 1976 tranken die Bundesbürger noch rund 150 Millionen Hektoliter pro Jahr, heute sind es noch an die 107. Dass sich der Abwärtstrend weiter fortsetzen wird, erwartet Frank Maßen, Chef der zum dänischen Carlsberg-Konzern gehörenden Holsten Brauerei. Laut einem Bericht des Hamburger Abendblatts rechnet er bis 2030 mit einem weiteren Rückgang um rund ein Drittel auf 60 bis 70 Millionen Hektoliter pro Jahr.

Seine Prognose begründet der Manager unter anderem mit der demografischen Entwicklung und dem sich verändernden Konsumverhalten gerade bei jüngeren Menschen.

Für die deutsche Brauereilandschaft werde der sinkende Bierdurst der Bundesbürger nicht ohne Folgen bleiben, so Maßen. Schon heute würden die rund 1.300 Bierhersteller Überkapazitäten produzieren, der Preisdruck sei hoch. Der Holsten-Chef erwartet einen Konsolidierungsprozess. Chancen für Preissteigerungen sieht er laut Hamburger Abendblatt trotz gestiegener Kosten für Energie und Rohstoffen nicht.

Was den eigenen Konzern betrifft, hat man laut Maßen, der seit Kurzem auch Chef bei Carlsberg Deutschlands ist, 2010 im Bundesgebiet trotz eines Absatzrückgangs von rund 0,5 Prozent auf 3,34 Millionen Hektoliter deutlich besser abgeschnitten als die Branche insgesamt. Deutschlandweit verkauften die Brauereien im letzten Jahr 1,7 Prozent weniger Bier als 2009.

(20.3.2011)

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