Kartellamt: Weiteren Brauereien drohen Strafen wegen Bierpreisabsprachen

Wegen illegaler Preisabsprachen hat das Bundeskartellamt saftige Geldstrafen gegen mehrere Brauereien verhängt. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) müssen weitere Bierhersteller damit rechnen, demnächst zur Kasse gebeten zu werden.

Krombacher, Bitburger, Warsteiner, Veltins und der Privatbrauereid Barre wurden bereits Strafzahlungen in Höhe von insgesamt 106,5 Millionen Euro auferlegt. Nach Angaben des Kartellamts haben die Unternehmen heimlich Preise für Flaschen- und Fassbier abgestimmt und die Kosten für die Verbraucher künstlich erhöht. 2008 wurde beispielsweise ein Aufschlag von 1 Euro pro Kasten Bier mit 20 Flaschen vereinbart (>mehr).

Jetzt haben die Wettbewerbshüter nach Angaben der F.A.Z. vier regionale Brauereien und zwei große Konzerne im Visier. In der Branche sei davon die Rede, dass es sich um die Radeberger-Gruppe und Carlsberg handelt. Die Betroffenen müssten sogar mit noch höheren Strafen rechnen, schreibt das Blatt unter Berufung auf Andreas Mundt, Präsident des Kartellamts. Die Entscheidung soll zeitnah fallen: "Wir werden das Verfahren binnen weniger Wochen zum Abschluss bringen, sicherlich noch im ersten Quartal", wird Mundt zitiert.

(27.1.2014)
 

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