Kirche in der Kneipe und Bier zum Beten

Ähnlich wie hierzulande kämpfen auch Kirchen in den USA mit Mitgliederschwund und sinkendem Interesse an der christlichen Glaubenslehre. Einige Gemeinden gehen neue Wege, um der Bevölkerung die "frohe Botschaft" näher zu bringen. In einem Pub in Fort Worth (Texas) versammeln sich jeden Sonntag 30 bis 40 Gläubige zum Biertrinken und Beten, berichtet der Radiosender-Verbund NPR. Die Treffen, die ein Pastor ins Leben gerufen hat, laufen unter dem Titel "Church in a Pub". Der örtliche Gemeinderat der Evangelischen Lutheranischen Kirche hat die Veranstaltungen abgesegnet und lässt sie offiziell als Gottesdienste durchgehen. Ab nächstem Jahr soll sogar ein Pastor damit beauftragt werden, ähnliche Events in weiteren Gaststätten und Kneipen zu etablieren …

Christlich motivierte Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer nicht auf dem Trockenen sitzen müssen, gibt es auch in Portland im Bundesstaat Oregon. Hier lädt die First Christian Church einmal pro Monat unter dem Motto "Beer & Hymns" ins Gemeindehaus ein. Die Teilnehmer singen traditionelle Gospels und dürfen sich dazu Bier genehmigen. Allerdings werden pro Mann bzw. Frau maximal zwei Bier ausgeschenkt.

Erste Ansätze, neue Pfade zu beschreiten und der Bevölkerung die christliche Lehre auf unorthodoxe Art und Weise näherzubringen, gibt es auch in Deutschland. Vor rund einem Jahr berichtete der Spiegel, die zuständige Erzdiözese hätte erlaubt, einen Teil des Innenbereichs der St. Maximilian-Kirche in München so umzugestalten, dass Gäste mit Bier und Brezen bewirtet werden können. Wer weiß, vielleicht spielen sich in naher Zukunft häufiger Szenen ab, wie sie folgender Witz beschreibt: "Neulich war ich in der Kirche. Auf einmal hat sich neben mir jemand eine Zigarette angezündet. Da wäre mir fast das Bier aus der Hand gefallen" …

(6.11.2013)
 

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