Mehr Brauereien in Deutschland

Brauerei

Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist zuletzt gestiegen.

Obwohl der Bierabsatz in Deutschland kontinuierlich sinkt, ist die Zahl der Brauereien zuletzt gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es 2013 bundesweit 1349 Bierhersteller – neun mehr als 2012. In den letzten fünf Jahren kamen 18 Betriebe hinzu, über die letzten 20 Jahre gerechnet sogar 30 Braustätten.

623 und damit fast die Hälfte aller Brauereien hatten 2013 ihren Sitz in Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg (185 Brauereien) und Nordrhein-Westfalen (131 Brauereien). Deutlich zurückgegangen ist die Brauereidichte zuletzt in Schleswig-Holstein. Hier gab es 2013 rund 20 Prozent weniger Bierhersteller als im Vorjahr. In Berlin und Brandenburg legte die Zahl im gleichen Zeitraum um 17,1 Prozent zu, was dem bundesweit größten Zuwachs entspricht. Einer der Gründe hierfür ist, dass es in der Hauptstadtregion immer mehr Craft Beer-Anbieter gibt.

Stark gestiegen ist seit der Wiedervereinigung der Anteil an kleinen Brauereien, die bis zu 5.000 Hektoliter Bier pro Jahr herstellen. 2013 waren das 924 Betriebe bzw. 70 Prozent aller Brauereien in Deutschland. 1990 hatte es lediglich 494 Betriebe in dieser Größenklasse gegeben. Deutlich rückläufig ist die Zahl von Herstellern mit einem Jahresaustoß zwischen 5.000 und 500.000 Hektolitern.

Die Verkäufe der in Deutschland ansässigen Brauereien sind seit Jahren rückläufig. Vor zehn Jahren lag der Bierabsatz noch bei rund 105 Millionen Hektolitern, 2013 nur noch bei 94,6 Millionen Hektolitern. Leichte Zuwächse gab es zuletzt 2006, als die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland stattfand. Seitdem sind die Verkäufe stetig gesunken.

(17.2.2014)

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