Neue Biere - Februar 2011

Steinmetzbräu, Sternburg und Rostocker

Steinmetzbräu, Sternburg und Rostocker: Biere aus Nord- und Ostdeutschland

Fucking Hell Original

Das Bier zum Dorf: Fucking Hell Original

Goiß, Grapefruit-Weizen, Bier mit Curuba-Saft

Goiß, Grapefruit-Weizen, Bier mit Curuba-Saft und Co.: Biermischgetränke

Pater Vinzenz, Nattheimer, Bucher und Königsbräu

Pater Vinzenz, Nattheimer, Bucher und Königsbräu: Biere aus Süddeutschland

Das Bier-Universum war wieder auf (Früh-)Shopping-Tour. Im Folgenden einige Neuzugänge in unserer Bierdatenbank, darunter ein Steinmetzbräu und ein Bier für ein österreichisches Dorf mit einem etwas eigenwilligen Namen.

"Sachsens Steinreich" gewidmet ist das "Steinmetzbräu" der Brauerei Landskron. Mit dem Bier würdigt die Brauerei die lange Tradition, die die Gegend um Königshain, Rochlitz und das "Granitdorf" Demitz-Thumitz in der Lausitz in der Steingewinnung und -Verarbeitung aufweisen kann. Noch heute wird in der Region Granit gefördert. Außerdem gibt es in Demitz-Thumitz seit 1908 eine Schule für die Ausbildung von Steinmetzmeistern und Gesellen.

Ebenfalls aus Sachsen - genauer gesagt aus Leipzig - stammen die Biere der Sternburg Brauerei, von denen wir u.a. das Schwarzbier und den Urtyp aufgenommen haben.

Bier zum Dorf
Zu einiger Bekanntheit hat es der kleine Ort Fucking in Österreich gebracht, der wegen seines Namens gerade bei englischsprachigen Besuchern beliebt ist. Die Liebe geht soweit, dass regelmäßig die Fuckinger Ortsschilder gestohlen wurden. Mittlerweile haben die Fuckinger sie einbetoniert ... 

Inzwischen gibt es zum Ort ein Bier mit dem Namen "Fucking Hell Original". Hört sich spektakulär und stark an, ist aber ein völlig normales und darüber hinaus absolut trinkbares Pils, das gar nicht in Fucking selbst, sondern in der Brauerei Waldhaus im Schwarzwald produziert wird. Um den Vertrieb kümmert sich die Fucking Hell GmbH mit Sitz in Berlin (weiterer Artikel auf Bier-Universum.de: "Fucking Hell - das Bier zum Dorf").

Mit 7 Prozent Alkoholgehalt wesentlich stärker und höllischer kommt der Teufelsbock der Baisinger Löwenbrauerei daher. Das von der Familie Teufel in neunter Generation geführte Familienunternehmen aus dem Schwarzwald ist über die Region hinaus bekannt und hat u.a. bei den European Beer Star Awards im November in Nürnberg mehrere Preise gewonnen.

Der Teufelsbock wird als "der sanfte Starke" beschrieben. Aber Vorsicht: Laut Etikett handelt es sich um "einen ganz besonderen Gerstensaft, der so sanft und stark schmeckt, dass er sprichwörtlich die Hörner verbiegt - mit höllisch gut versteckten 7 Prozenten. (...) Vorsicht, der Sanfte ist bockstark!"

Neu in unserer Bierdatenbank und ebenfalls von Baisinger ist das "Teufele", eine laut Brauerei "höllisch süffige Malzkomposition" mit 4,6 Prozent Alkohol. [Baisinger in unserer Bierdatenbank] 

Aus dem Schwarzwald stammt auch der "kleine Mönch" der Klosterbrauerei Alpirsbach, der sich durch einen hohen Stammwürzegehalt auszeichnet. 

Eine weitere "starke" Neuheit ist der Rostocker Bock, den es in einer hellen und dunklen Variante mit jeweils 6,9 Prozent Alkoholgehalt gibt. 

Nach einer alten Rezeptur gebraut wird das Kloster Braunbier der Härtsfelder Familienbrauerei Hald aus Dunstelkingen Baden-Württemberg.

Zu den weiteren Neuzugängen aus dem Süden gehören ein Helles und ein Weizenbier der Marke Pater Vinzenz sowie mehrere Biere der Brauereien BucherSchlumberger und Königsbräu.

Alkoholfreie Biere
Neuheiten gibt es auch im Bereich alkoholfreie Biere, eine Nische, auf die viele Brauer in Zeiten sinkender Absätze bei alkoholhaltigem Gerstensaft hoffen und setzen. Eine alkoholfreie Variante von "Ulms flüssigem Gold" bietet die Brauerei Gold Ochsen mit ihrem Original Alkoholfrei an. Zum Sortiment gehört auch ein alkoholfreies Hefeweizen.  

Nicht nur wegen seines sperrigen Titels interessant ist das "N°A®" des belgischen Braugiganten InBev. Neben Mais gehören Farbstoffe zu den Zutaten.

Biermischgetränke
Apropos Belgien: Vor Kurzem haben wir über Biere aus unserem Nachbarland berichtet und einige "abenteurliche" Sorten wie Kriek, Lambic, Gueuze und Co. vorgestellt, die Zutaten wie Kirsche, Pfirsich, Erdbeer oder auch Schokolade enthalten. In Deutschland darf sowas nicht ins Bier - das verbietet das Reinheitsgebot. Trotzdem gibt es auch hierzulande speziell im Biermischgetränk-Segment viele exotische Mischungen.

Als eher klassische Variante sei hier die "Goiß" der Härtsfelder Familienbrauerei Hald erwähnt. Das Getränk mit 2,3 Prozent Alkohol enthält u.a. Cola-Kirsch-Limonade und Koffein. Zum Härtdfelder Sortiment gehört auch ein "Schwarzes Radler", das mit dunklem Bier hergestellt wird.

Cola enthalten auch die Biermischgetränke Karlsberg "Mixery" und "Cab Cola". In letzterem befindet sich außerdem Drachenfruchtaroma. Die Cab Drinks GmbH bietet auch eine Bananen-Bier-Mischung an.

Eine Mischung aus Hefe-Weizen und "dem spritzig-fruchtigen Temperament sonnengereifter Grapefruits" bietet die Brauerei Schöfferhofer an. Und Beck's packt in sein Biermischgetränk "Ice" Limette und Minze. Noch exotischer - nicht nur was die Schreibweise angeht - ist das "V + [curuba]", das zu 20 % aus Erfrischungsgetränk mit Curuba-Geschmack besteht.

(17.2.2011)

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