Neue Biere im Universum

Biere der Brauerei Schlappeseppel

Blackfriar Ale, Grønland Ice Cap Beer, Fraoch Heather Ale und Asahi Super Dry

Biere aus Belgien: Pink Killer, Satan Red, La Guillotine und Pecheresse

Biere aus Afrika: Windhoek Lager, Serengeti Mango, Robson's Westcoast Ale und Tusker Lager

Rittmayer Rauchbier, Odintrunk und Schwarzviertler Dunkel aus dem Brauhaus Faust

Heidekraut-, Pfirsich- und Mangobiere aus Schottland und Belgien, Palmenbier aus Afrika, Gerstensaft mit Grönland-Eis - wir haben wieder neue Sorten in unsere Bierdatenbank mit mittlerweile fast 1.800 Einträgen aufgenommen.

Zu unseren Neuzugängen gehören mehrere Biere der unterfränkischen Brauerei Schlappeseppel. Die hat ihren Namen vom ehemaligen Braumeister Josef Lögler, der wegen seines lahmen Beins "der schlappe Seppel" genannt wurde. "Im November 1631, so die Anekdote, braute er für den Schwedenkönig Gustav Adolf und sein Gefolge das erste Schlappeseppel Bier", so die Brauerei. "Seither steht Schlappeseppel für meisterliche, urtypische Braukultur."

Weitere "Franken" sind das Rauchbier der Brauerei Rittmayer, das dreimal hintereinander Gold beim European Beer Star Award geholt hat, sowie der in der 0,5 Liter-Bügelflasche erhältliche dunkle Schwarzviertler aus dem Brauhaus Faust in Miltenberg. Hierbei handelt es sich laut Etikett um eine "feurig dunkle Bierspezialität mit ausgewählten Spezialmalzen."

Heidekraut, Gagelstrauch und Grönland-Eis
Mit Heidekraut und Gagelstrauch nach einem Rezept aus dem 16. Jahrhundert gebraut wird "Fraoch Heather Ale" aus Schottland. Bevor die Briten im 18. Jahrhundert verordneten, Bier mit Hopfen und Gerste herzustellen, hätten die schottischen Brauer lange Zutaten wie Heidekraut verwendet, heißt es auf dem Etikett. Heidekrautbier werde in Schottland bereits seit rund 4.000 Jahren gebraut.

Der ebenfalls im Fraoch Heather Ale enthaltene Gagelstrauch wurde in Europa schon vor rund 2.000 Jahren zum Bierbrauen verwendet. Das belegen unter anderem Funde, die Archäologen am Rhein gemacht haben. Hier waren die sog. "Grutbiere" bis ins 15. Jahrhundert verbreitet. "Grut" war eine am Niederrhein gebräuchliche Bezeichnung für das Gewächs.

Eine weitere Neuheit aus Schottland ist das Blackfriar Ale aus Perth. Benannt ist das Bier nach einem ehemaligen Kloster der Dominikaner-Mönche, auch Blackfriars genannt. Das heute nicht mehr existierende Kloster besitzt eine dunkle Vergangenheit. Hier wurde 1437 der schottische König James I. ermordert. Die Inveralmont Brewery beschreibt ihr Blackfriar mit 7 Prozent Alkohol als "dunkel und komplex wie die Geschichte selbst".

Honig enthält der "Odintrunk" der Schloßbrauerei Drehna aus Luckau in Brandenburg, der unter anderem bei der European Breweries' Competition ausgezeichnet wurde.

Als "Japan's No. 1" und "Bier für jede Jahreszeit" beschreibt die Asahi Breweries ltd. ihr "Super dry", das Mais und Reis enthält.

Eis aus Grönland, das  laut Etikett "örtliche Fischer von Hand gewinnen", wird bei der Herstellung des Grønland Ice Cap Beer verwendet.

Biere aus Belgien
Bunt und vielfältig geht es bekanntlich auf dem belgischen Biermarkt zu. Eine Neuheit aus unserem Nachbarland ist das Starkbier "Satan Red" mit 8 Prozent Alkohol (siehe auch Satan Gold). 8,5 Prozent hat das Delirium tremens der Huyghe brewery. "Mit Bedacht zu genießen", heißt es auf dem Etikett. Mit 9 Prozent Alkoholgehalt noch stärker ist "La Guillotine" der Huyghe Brewery.

Etwas schrill daher kommt "Pink Killer" der Brasserie de Silly, ein Bier mit Grapefruit-Geschmack, das unter anderem Pampelmusensaft und Süßstoffe enthält. "Never bites" heißt es auf der Flasche.

Ein Vertreter der spontangärigen und vor allem in und um Brüssel verbreiteten Lambics ist das Pfirsichbier "Pecheresse" der Brauerei Lindemans, die auf exotische Sorten mit exotischen Zutaten wie Johannisbeersaft und Kirschen spezialisiert ist (siehe u. a. Faro Lambic, Kriek, Cassis).


Biere aus Afrika
Gebraut "according to the Reinheitsgebot standards of 1516" wird das Windhoek Lager aus Namibia.

Palmenextrakt und Mango enthalten die Biere Serengeti Palm und Serengeti Mango von Kilimanjaro Beer Works aus Tansania.

Aus KwuZulu-Natal in Südafrika stammt das Robson's Westcoast Ale, ein "Californian style lager".

Schon länger zum Bestand von Bier-Universum.de gehört das preisgekrönte Lager "Tusker" der East African Breweries aus Kenia. Das Bier ist nach dem Elefanten benannt, der einen der Brauereigründer umgebracht hat ...

(19.6.2011)

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