Neue Biere - März 2011

Schwarzes Schäfle, Bier mit Emmer, Bio-Bock und glutenfreier Gerstensaft

Bio-Biermischgetränke mit Dinkel, Ingwer, Agavenlimo und mehr

Aus der Heimat des Bockbieres: Starkbiere der Einbecker Brauhaus AG

Carolus der Starke, Schwarzbier aus Bochum und "närrischer" Gerstensaft

"Rüttel mich und schüttel mich": Hütt naturtrüb, Dortmunder Kronen Export, Stauder Pils und St. Annen Dunkel

Neuer Monat, neue Biere. Wir haben wieder unsere Datenbank mit mittlerweile mehr als 1.500 Einträgen erweitert und unter anderem Bio-Biere mit Ingwer und Emmer sowie Gerstensaft aus Hessen und Nordrhein-Westfalen aufgenommen.

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit gehören zweifellos zu den aktuellen Megatrends. Kein Wunder, dass auch die Bierbranche in Zeiten sinkender Absätze auf Nischen wie den Bio-Bereich setzt. Da gibt es mittlerweile ein recht breites Angebot.

Aus Oberschwaben stammt beispielsweise das "Schwarze Schäfle", ein würzig dunkles Biobier mit 5,4 Prozent, das nach Bioland-Kriterien gebraut wird und in der klassischen Bügelflasche erhältlich ist. 

Als "Rarität unter den Festbieren" und "genussvolles Erlebnis von Heimatverbundenheit und bayerischer Lebensfreude" preist das Riedenburger Brauhaus sein Viva Bavaria Festbier an. Neben Bioland-Hopfen und -Malz enthält der Gerstensaft auch Emmermalz. Die Weizenart Emmer oder auch Zweikorn gehört zu den ersten kultivierten Getreidearten und diente bis ins hohe Mittelalter diente als Grundlage für die Bier- und Brotherstellung. Heute wird das Getreide kaum noch angebaut.

Ein weiteres Produkt mit Emmer ist das Ur-Weizen, ebenfall vom Riedenburger Brauhaus. Die Brauerei bietet auch einen biologisch hergestellten Weizenbock mit 6,8 Prozent Alkohol an, der als "exklusives Gaumen- erlebnis" und "Feuerwerk von Farbe, aromatischem Duft und intensivem Geschmack" beschrieben wird.

Zahlreiche Bio-Produkte gibt es mittlerweile auch im Biermischgetränk-Bereich. Ein "ökologisches" Radler bietet Neumarkter Lammsbräu aus der Oberpfalz an. Die Brauerei stellt ihre Biere laut eigenen Anga- ben "nach dem ökologischen Reinheitsgebot" her (von Lammsbräu gibt es auch ein glutenfreies Bio-Bier, aber das nur am Rande). 

Unter anderem mit Agavenlimo stellt das Riedenburger Brauhaus sein Dinkel Radler her.

Ingwer und Tulsi
Etwas exotischer sind die Ingwer-Biermischungen "amrita" aus dem Sortiment der Weißenoher Klosterbrauerei aus Franken. Die Drinks mit leicht esoterischem Touch werden mit 1,8 und 5 Prozent Alkohol angeboten. Neben Ingwersaft enthalten sie unter anderem Sultaninenmark und Tulsi, ein indisches Basilikum, wie Bier-Universum.de nach mühevollen Recherchen herausgefunden hat.  Auf dem Etikett heißt es "Entfache das 'Innere Feuer'". Und: "Im Ayurveda gehört Ingwer zu jeder vollwertigen Mahlzeit". Aha. Nett ist auch der Spruch: "Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein".

Narraschlückle und Ur-Böcke
Falls Sie im Fasching bzw. Karneval im Süden der Republik unterwegs waren, ist Ihnen vielleicht eines der beiden folgenden speziell für die "fünfte Jahreszeit" produzierten Biere begegnet. Aus der Autenrieder Schlossbrauerei aus Bayerisch-Schwaben stammt das "Narraschlückle", laut Hersteller "für Narra ein echter Genuss". Unfiltriert ist der "Fasnet-Sud" der Schussenrieder Brauerei aus Baden-Württemberg.

Zur Fasten- oder auch Starkbierzeit, die gerade angefangen hat, passen die Bockbiere aus der ehemaligen Hansestadt Einbeck in Niedersachsen, der Heimat der Bockbiere (>>>mehr). Vom Einbecker Brauhaus haben wir den laut eigenen Angaben nach "alt überlieferter Rezeptur gebrauten" Ur-Bock Hell und den "kernigen" Ur-Bock Dunkel mit "geheimnisvoll dunkler Optik" in unsere Bierdatenbank aufgenommen.

Zu den weiteren Neuzugängen im Starkbierbereich zählen der dunklen Doppelböcke "Schwarzer Baron" der Schlossbrauerei Autenried und "Carolus der Starke" aus dem Hause Binding. Letzterer wurde zum ersten Mal vor mehr als 100 Jahren anlässlich des Namenstags von Karl dem Großen ausgeschenkt.

An "alle, die neugierig auf ein intensives Geschmackserlebnis sind" (Brauerei), richtet sich das in der Bügelflasche angebotene Schwarzbier der Privatbrauerei Moritz Fiege aus Bochum. 

"Rüttel mich und schüttel mich ..."
"Einfach märchenhaft" lautet ein Slogan der Brauerei Hütt aus Hessen. Konsequenterweise beschreibt der Bierhersteller aus Baunatal sein naturtrübes Weizen als "märchenhaft erfrischendes Genusserlebnis". Und der Etikettentext des Naturtrüben Kellerbiers könnte sogar von den Gebrüdern Grimm persönlich stammen: "Es war einmal ein Hütt Naturtrüb", heißt es da. "Das schmeckte besonders lecker, weil es unfiltriert war. Für den erfahrenen Bierkenner ein Zeichen, dass die Bierhefe mit ihren vielen natürlichen Bestandteilen noch im Bier enthalten ist. Der Bierfreund weiß auch, dass sich Trübung und Geschmack nur dann entwickeln können, wenn die Bierhefe beim Einschenken vorsichtig aufgeschüttelt wird. Ganz wie im Märchen: '... rüttel mich und schüttel mich, und wirf die Hefe über mich!'"

Ein weiterer Neuzugang ist "die kleine Persönlichkeit" der Privatbrauerei Stauder aus Essen, die sich damit rühmt "kompromisslos auf Qualität" zu setzen. Das Pils enthält 4,8 Prozent Alkohol.

Ursprünglich für den "Annentag", ein Volksfest in Brakel in Nordrhein-Westfalen, wurde das St. Annen Dunkel der Gräflich von Mengersen'schen Dampfbrauerei Rheder gebraut. Das Dunkle mit malzaromatischem Geschmack hat einen Alkoholanteil von 4,9 Prozent.

Mit dem Slogan "Für uns. Für euch. Für alle" wirbt die Kronen Brauerei aus Dortmund, von der wir das Export und Pils in unsere Biedatenbank aufgenommen haben.

Ein paar weitere Neuheiten:
Landwehr-Bräu Toppler Pils
Assolutely MAD: beer & lemon, beer & cola
Detmolder Pilsener
Diebels Premium Pils
Berliner Pilsner
Dortmunder Stifts Pils
Licher Weizen Hefe Hell
Henninger Kaiser Pilsner 
Kasseler Premium Pils
Würzburger Hofbräu Pils

(9.3.2011)

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