Sachsens Brauer klagen über Mehrweg-Vielfalt

(Foto: Brauerei Landskron)

Weil bei ihnen immer mehr Mehrwegflaschen landen, die sie nicht in der eigenen Produktion verwenden können, haben die elf im Sächsischen Brauerbund zusammengeschlossenen Bierhersteller ein Protest-Memorandum vorgelegt.

Probleme bereiten den Unternehmen sog. Pool- und Individualgebinde. Dabei handelt es sich um Pfandflaschen, die häufig große Brauereien in Umlauf bringen, und die sich von der Form her von den Standard-Varianten unterscheiden, die die Mehrheit auf dem Markt bilden.

Wie die Fachzeitschrift Lebensmittel Praxis berichtet, müssen die sächsischen Brauer immer mehr Geld ausgeben, um die Sonderflaschen aus dem vom Handel zurückgelieferten Leergut auszusortieren. Die in Görlitz ansässige Brauerei Landskron beispielsweise habe im letzten Jahr rund 125.000 Euro investieren müssen, um fremde Bierflaschen herauszufischen.

Weitere Mehrkosten entstehenen, weil die speziellen Gebinde zu den Brauereien zurückgebracht werden müssen, die sie in Umlauf gebracht haben. Hinzu kommen ökologische Aspekte. Schließlich werden die aussortierten Flaschen hunderte von Kilometern durch die Republik gekarrt.

In ihrem Memorandum schlagen die sächsischen Brauer unter anderem vor, für Individualgebinde ein höheres Pfand festzusetzen. Durch ein unterschiedliches Pfandniveau könne erreicht werden, dass bereits im Handel besser vorsortiert werde, so ihre Argumentation.

(7.5.2012)

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