Schlechteste Hopfenernte seit Jahren erwartet

Hopfen

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2013 ist kein gutes Hopfenjahr. Im Frühling hat die kühle und nasse Witterung den Pflanzen zugesetzt, zuletzt war es die Hitze. Beim Verband Deutscher Hopfenpflanzer rechnet man damit, dass die bundesweite Erntemenge mit 478.000 Zentnern um 27 Prozent geringer ausfallen wird als 2012.

Für die bayerische Hallertau, mit über 15.000 Hektar das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt, wird sogar die schlechteste Ernte seit 50 Jahren prognostiziert. Nach Angaben von Otmar Weingarten, Geschäftsführer beim Hopfenpflanzerverband, dürften die Erträge hier mit 395.000 Zentnern um 30 Prozent geringer ausfallen als 2012, als noch 595.880 Zentner geerntet wurden. Neben den ungünstigen Wetterbedingungen haben Hagelschäden dem hallertauer Hopfen zugesetzt.

Ob sich die geringere Ertragsmenge auf den Hopfen- und letztendlich auch auf den Bierpreis auswirken wird, ist noch fraglich. In den Jahren 2008 bis 2012 haben die Landwirte mehr geerntet, als nachgefragt wurde. Die Lager sind laut Weingarten noch mit ausreichend Vorräten gefüllt, um den Bedarf der weltweiten Brauwirtschaft ein Jahr lang zu decken.

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Hopfenproduzent der Welt. Rund ein Drittel der globalen Erntemenge stammt aus der Bundesrepublik.

(19.8.2013)
 

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