Schnaps aus Fettecke von Beuys gebrannt

Drei Künstler haben aus den Resten einer Fettecke von Joseph Beuys einen hochprozentigen Drink hergestellt. Im Rahmen einer Aktion im Düsseldorfer Kunstpalast brannten sie aus dem zwei Kilogramm schweren Stück mit Hilfe einer Apothekerdestille 80-prozentigen Alkohol und verdünnten diesen anschließend zu vier Litern 50-prozentigem Schnaps. Der schmeckt ein bisschen nach Parmesan, behaupten die Künstler.

Bei dem Fett, das für die Aktion verwendet wurde, handelt es sich um die Überbleibsel eines Beuys-Werks aus dem Jahr 1982. Ein Hausmeister der Düsseldorfer Kunstakademie hatte die Arbeit 1986, wenige Monate nach Beuys' Tod, für Abfall gehalten und entsorgt. Johannes Süttgen, damals Schüler von Beuys, rettete die Reste, erstritt anschließend 40.000 DM Schadenersatz sowie die Eigentumsrechte und stellte das Fett jetzt für die Alkohol-Aktion zur Verfügung.

Joseph Beuys' Witwe Eva war von der Schnapsidee nicht begeistert. Sie hat laut Medienberichten beim Museum Kunstpalast angerufen und sich beschwert.

(28.7.2014)

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