Studenten bechern heftiger als der Rest der Bevölkerung

Studenten trinken häufiger bedenkliche Mengen Alkohol als der Rest der Bevölkerung. Darauf deuten Ergebnisse einer Studie hin, die zwei Braunschweiger Psychologen für ihre Doktorarbeit durchgeführt haben. Sie befragten 2348 Studenten nach ihren Trinkgewohnheiten.

Nur gut 10 Prozent der Studenten gaben an, im Vormonat gar keinen Alkohol getrunken zu haben. Die Hälfte der Befragten hatte sich mindestens einmal einen Rausch angetrunken. Jeder Fünfte becherte sogar in einem Umfang, der nach Angaben der Studienautoren gesundheitsgefährdend sein kann. Verglichen mit dem Bevölkerungsdurchschnitt konsumierte der akademische Nachwuchs doppelt so häufig riskante Mengen Alkohol.

Abgefragt wurde auch die psychische Verfassung. Einen Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und Alkoholkonsum konnten die Wissenschaftler nicht feststellen. Rauschtrinker gehörten in der Befragung zu den am seltensten ängstlichen und depressiven Studenten.

Wenn Studenten einen über den Durst trinken, passiert das nach Ansicht der Studienautoren häufig in gesellschaftlichem Rahmen - beispielsweise auf Partys oder bei Treffen mit Bekannten. Sorgen müsse man sich deshalb nicht unbedingt machen. Wenn das Berufsleben beginnt, normalisiere sich das Trinkverhalten in der Regel wieder, so die Psychologen.

(27.7.2012)

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