Studie: Viel Kaffee könnte die Leber vor Schäden durch Alkohol schützen

Hoher Kaffeekonsum könnte die Leber vor Schäden durch Alkohol schützen. Das vermuten Wissenschaftler der finnischen Universität Tampere. Für eine Studie haben sie Daten von rund 19.000 Personen ausgewertet. Die Teilnehmer machten Angaben zu ihrem Kaffee- und Alkoholkonsum. Außerdem wurden Blutproben entnommen und untersucht, ob bzw. in welcher Konzentration sie das Leber-Enzym Gamma-Glutamyltransferase (GGT) enthielten. Das Enzym wird immer dann verstärkt gebildet, wenn die Leber geschädigt wird, beispielsweise durch zu viel Alkohol.

Bei der Auswertung fanden die Wissenschaftler im Blut der Studienteilnehmer, die übermäßig Alkohol aber keinen Kaffee zu sich nahmen, den höchsten Anteil an Gamma-Glutamyltransferase. Bei Probanden, die viel Alkohol und dazu täglich mehr als vier Tassen Kaffee tranken, war die Konzentration rund 50 Prozent niedriger. Der Effekt war vor allem bei Männern nachweisbar.

Die Forscher glauben, dass die chemische Zusammensetzung von Kaffee die schädliche Wirkung von freien Radikalen hemmt und unter anderem Koffein den GGT-Anteil im Blut reduziert. Ihre Studie ist im Fachblatt "Alcohol and Alcoholism" erschienen.

(26.3.2013)

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