Tschechien: Abgeordnete müssen während Parlamentssitzungen auf Alkohol verzichten

In Tschechien müssen die Volksvertreter in Zukunft bei der Arbeit auf Bier, Wein und Schnaps verzichten. Auf Initiative der Regierungspartei ANO 2011 wurde in den Bars und Kneipen im Parlament in Prag der Ausschank von Alkohol während der Sitzungen verboten. "Wir halten es für normal, dass auf der Arbeit kein Alkohol getrunken wird", wird die ANO–Politikerin Jaroslava Jermanova in der Zeitung "MF Dnes" zitiert.  Es sei eine Schande, dass betrunkene Abgeordnete störten und hinausgeführt werden müssten.

Das Verbot ist nicht unumstritten. Der ehemalige Finanzminister Miroslav Kalousek von der Oppositionsparte TOP 09 sprach von einer populistischen Maßnahme. "Soll das etwa im Endeffekt heißen, dass alle Abgeordneten 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich abstinent sein müssen", sagte er.

Laut Medienberichten kostet ein Bier in den Kantinen des Prager Parlaments umgerechnet lediglich 55 Cent und ist damit günstiger als in Gaststätten und Kneipen in der Umgebung. Ein Glas Weinbrand kostet rund 1 Euro.

(10.3.2014)

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