Weniger Bierkonsum in der Schweiz

Die Schweizer haben im abgelaufenen Braujahr (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013) weniger Bier getrunken. Nach Angaben des Schweizer Brauerei-Verbands sank der landesweite Absatz um 0,9 Prozent auf 457,95 Millionen Liter. Für den Rückgang sind ausschließlich Einbußen der heimischen Produzenten verantwortlich. Ihr Ausstoß fiel um 4,1 Prozent auf 338,6 Millionen Liter, der Marktanteil schrumpfte von 76,3 auf 73,9 Prozent. Um 9,1 Prozent gestiegen sind dagegen die Einfuhren von ausländischem Bier.

Als Grund für die nachlassende Nachfrage nennt der Brauerei-Verband zum einen die nasskalte Witterung im Frühjahr. Die Euroschwäche habe darüber hinaus bewirkt, dass weniger Touristen aus "bieraffinen" Ländern wie Deutschland, Holland und Großbritannien in die Schweiz reisten. Gleichzeitig würden zahlreiche Eidgenossen für sie vergleichsweise günstiges Bier im benachbarten Ausland kaufen. Rauchverbote hätten darüber hinaus dazu geführt, dass Bier zunehmend weniger in Gaststätten und Kneipen, sondern zu Hause konsumiert wird, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung.

Die zwei führenden Anbieter in der Schweiz sind der dänische Carlsberg-Konzern, zu dem unter anderem die Marken Feldschlösschen und Cardinal gehören, sowie die niederländische Heineken-Gruppe (Eichhof, Calanda).

(18.11.2013)

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