Weniger Demenz bei moderaten Trinkern

Wein

Bei moderatem Bier- und vor allem Weingenuss sinkt das Risiko, an Demenz zu erkranken, so das Ergebnis einer Studie.

Moderate Trinker erkranken seltener an Demenz als Abstinenzler und Menschen, die häufig zur Flasche greifen. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Studie, die unter der Leitung von Séverine Sabia von Frankreichs Nationalem Institut für Gesundheit und medizinische Forschung entstanden ist.

Die Wissenschaftler haben Daten von mehr als 9.000 britischen Staatsbediensteten ausgewertet, die im Rahmen einer Langzeiterhebung seit den 1980er Angaben zu ihrem Gesundheitszustand und zu ihren Trinkgewohnheiten gemacht haben. Damals waren die Probanden zwischen 35 und 55 Jahre alt.

Sabia und Co. schauten sich an, wie viele Studienteilnehmer später an Alzheimer oder anderen Formen der Demenz erkrankten. Die Quote war bei Nichttrinkern deutlich höher als bei moderaten Konsumenten. Als moderaten Konsum stuften die Wissenschaftler die Einnahme von einer bis 14 Einheiten Alkohol pro Woche ein. Das entspricht sechs Gläsern mit jeweils 175 Millilitern Wein mit einem Alkoholgehalt von 13 Prozent, sechs Gläsern mit einem halben Liter Bier mit vier Prozent Alkohol oder 14 Gläsern mit je 25 Millilitern Schnaps oder anderem Hochprozentigem mit 40 Prozent Alkohol. Nicht nur bei den Abstinenzlern, sondern auch bei Vieltrinkern ergab die Auswertung ein erhöhtes Demenzrisiko. Pro sieben zusätzlichen Alkoholeinheiten pro Woche lag es um 17 Prozent höher. Am geringsten war die Demenzquote bei moderaten Weintrinkern.

Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht.

(19.8.2018)

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