Wissenschaftler verteidigen maßvollen Alkoholkonsum

Wissenschaftler des "International Scientific Forum on Alcohol Research" haben kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert. Der sog. "WHO Global Status Report on Alcohol and Health 2011" stelle einseitig die negativen Effekte von Alkoholkonsum heraus, so die internationale Forschergemeinschaft. Die WHO fordert in ihrem Bericht unter anderem größere Anstrengungen, um den Alkoholmissbrauch einzudämmen, der jährlich zum Tod von rund 2,5 Mio. Menschen führe. Viele Staaten würden hier zu wenig tun.

"Die WHO verteufelt den Alkoholkonsum geradezu", wird der Epidemologe Professor Ulrich Keil von der Universität Münster in verschiedenen Medien zitiert. Alkoholmissbrauch gehe fraglos mit gravierenden gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen einher, betont das Mitglied des "Scienific Forums". Richtig sei aber auch, dass maßvoller Genuss Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeuge und die Anfälligkeit für Diabetes, Demenz oder Osteoporose senke. Das hätten mehrere Studien in den letzten 30 Jahren ergeben. 10 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag würden die Lebenserwartung sogar insgesamt erhöhen. "Ein Glas Bier oder Wein am Tag beugt vielen Leiden des Alters vor", sagt Alkohol-Forscher Keil.

(8.8.2011)

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