Baden-Württemberg: Brauer-Präsident klagt über Preisdumping

Matthias Schürer
Matthias Schürer, Präsident des Baden-Württembergischen Brauerbundes (Foto: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.)

Die in Baden-Württemberg ansässigen Brauereien mussten zuletzt starke Absatzeinbußen verkraften. Im Mai wurden 564.282 Hektoliter Bier verkauft - 10,7 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres (632.172 Hektoliter).

Für den deutlichen Rückgang macht Matthias Schürer, Präsident beim Baden-Württembergischen Brauerbund e.V. (BWB), zum einen das schlechte Wetter verantwortlich. Hinzu komme, dass die großen überregionalen Biermarken mit Niedrigpreisen nach Baden-Württemberg drängten. "Das ist natürlich schlecht für die kleinen und mittelständischen Brauereien von hier. Dumpingpreise können und wollen wir nicht anbieten", so Schürer.

Der Preiskampf sei für den gesamten Standort Baden-Württemberg von Nachteil. "Die nationalen Brauereien zahlen ihre Biersteuer nicht in Baden-Württemberg. Es wäre daher notwendig, dass das Land mehr für die Brauer von hier tut", ist der Präsident überzeugt.

Baden-Württemberg ist nach Bayern das Bundesland mit den meisten Brauereien. 2012 hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamts 185 Bierhersteller ihren Sitz im "Ländle".

(29.6.2013)

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