Brauwirtschaft: Bierabsatz auch im Mai rückläufig
Im März hatte der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft zum ersten Mal seit mehr als anderthalb Jahren angezogen. Nach dem kurzen Zwischenhoch ging es im April wieder auf Talfahrt. Im Mai hat sich der Abwärtstrend fortgesetzt. Mit knapp 6,96 Millionen Hektolitern lag der Ausstoß nach Angaben des Statistischen Bundesamts 563000 Hektoliter bzw. 7,5 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats.
Der Inlandsabsatz ging sogar um 8,4 Prozent bzw. 517920 Hektoliter auf 5,68 Millionen Hektoliter zurück. Die Exporte in EU-Staaten sind um 3 Prozent auf 774120 Hektolter gesunken. Die Ausfuhren in andere Staaten um 3,9 Prozent auf 494396.
Bei Biermischgetränken (Radler etc.) ist das Volumen um 14,9 Prozent auf 412464 Hektoliter geschrumpft. Alkoholfreie Biere sind in den Zahlen des Statistischen Bundesamts nicht berücksichtigt.
Von Januar bis Mai haben die deutschen Brauereien und Bierlager in Deutschland rund 30,56 Millionen Hektoliter verkauft. Das sind 3,9 Prozent weniger als in den ersten fünf Monat des zurückliegenden Jahres.
Biernachfrage seit langem rückläufig
Der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft geht seit langem tendenziell zurück. 2025 musste die Branche das deutlichste Minus seit 1993 verkraften, als der Bierausstoß erstmals bundesweit ausgewiesen wurde. Über die vergangenen zehn Jahre gerechnet sind den Brauereien und Bierlagern etwa 18 Millionen Hektoliter bzw. 18,9 Prozent Volumen verlorengegangen.
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