Brauwirtschaft: Katerstimmung zum Jahresauftakt
Kein guter Jahresanfang für die deutsche Brauwirtschaft. Der Abwärtstrend beim Bierabsatz hat sich fortgesetzt.
Im Januar gingen die Verkäufe nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 11,9 Prozent zurück. Im Februar sind sie um 2,5 Prozent auf knapp 5,23 Millionen Hektoliter gesunken. Im Inland, wo rund 4,1 Millionen abgesetzt wurden, betrug das Minus im Februar 6,9 Prozent.
Im Ausland ist die Nachfrage nach deutschem Bier gestiegen: Die Exporte in EU-Länder haben im Februar um 21,8 Prozent auf 622421 Hektoliter angezogen, die Ausfuhren in andere Staaten um 12,8 Prozent auf 439260 Hektoliter.
Biermischgetränke (Radler etc.) büßten 15,8 Prozent ein. Hier lag der Ausstoß bei 220 316 Hektolitern. Alkoholfreie Biere sind in den Zahen des Statistischen Bundesamts nicht berücksichtigt.
Bier läuft immer schlechter
Über die ersten beiden Monate gerechnet haben die deutschen Brauereien 6,9 Prozent bzw. fast 751000 Hektoliter wenger Bier abgesetzt als im Januar und Februar des Vorjahres.
2025 musste die Branche das ist das deutlichste Minus seit 1993 verkraften, als der Bierausstoß erstmals bundesweit ausgewiesen wurde. Über die vergangenen zehn Jahre gerechnet sind den Brauereien und Bierlagern etwa 18 Millionen Hektoliter bzw. 18,9 Prozent Volumen verlorengegangen.
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