Deutsche Brauereien verkaufen immer weniger Bier

Die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager haben von Januar bis Juni weniger Bier verkauft als im ersten Halbjahr 2011. Der Gesamtabsatz sank nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 2,4 Prozent auf 48,2 Millionen Hektoliter. In der EU haben die Bierhersteller 4,2 Prozent Marktanteil verloren. Immerhin leicht gestiegen ist die Nachfrage in Drittländern, und zwar um 0,6 Prozent.

Fast 84 Prozent bzw. 40,4 Millionen Hektoliter ihrer Bierproduktion haben die Brauer in Deutschland abgesetzt. Hier lag der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bei 2,3 Prozent. Erhoffte Impulse durch die Fußball-Europameisterschaft sind ausgeblieben. Der Pro Kopf Konsum ist auf 50 Liter gesunken.

Deutliche Zuwächse gab es bei Biermischgetränken. Hier stieg der Absatz um 12,4 Prozent auf 2,3 Millionen Hektoliter. Allerdings macht die Mix-Sparte lediglich 4,7 Prozent des gesamten Biermarkts aus. Nicht berücksichtigt in den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind alkoholfreie Biere und aus Nicht-EU-Ländern importierte Biere.

Am meisten Bier getrunken wurde im ersten Halbjahr in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Hier lag der Absatz bei 12,1 Millionen Hektolitern - 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Leicht zugelegt hat der Bierdurst in Bayern, wo die Verkäufe um 0,3 Prozent auf rund 10,8 Millionen Hektoliter stiegen. Die deutlichsten Einbußen mussten die Brauer in Niedersachsen und Bremen hinnehmen. Hier sank der Absatz um 11,2 Prozent auf knapp 5,5 Millionen Hektoliter.

Der Bierkonsum ist in Deutschland seit Jahren rückläufig. Mit 98,2 Millionen Hektolitern lag die Produktion im letzten Jahr zum zweiten Mal in Folge unter der 100 Millionen Hektoliter-Marke und erreichte den niedrigsten wert seit der Wiedervereinigung.

(31.7.2012)

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