Deutschland: Weniger Bierabsatz im ersten Halbjahr

Bügelbierflaschen
Trotz Plus im Juni ist der Bierabsatz im ersten Halbjahr weiter gesunken.

Trotz Anstieg im Juni ist der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft im ersten Halbjahr gesunken.

Im Juni haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager mehr als 7,88 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamt 5,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Der Inlandsabsatz legte um 5,7 Prozent zu und erreichte über 6,35 Millionen Hektoliter. Bei den Exporten in EU-Länder gab es einen Zuwachs von 9,5 Prozent auf  951813 Hektoliter. In andere Staaten gingen 572174 Hektoliter (- 4,8 Prozent). Der Absatz von Biermischgetränken stieg um 4,9 Prozent auf 501925 Hektoliter.

Weniger Bierabsatz im ersten Halbjahr

Von Januar bis Juni gerechnet lag der Bierausstoß (38,45 Millionen Hektoliter) trotzdem 2,2 Prozent niedriger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Im Inland ist er um 3,1 Prozent auf 31,21 Millionen Hektoliter zurückgegangen. Bei den Verkäufen in die Europäische Union verzeichnet die Statistik ein Plus von 3,9 Prozent auf 4,22 Millionen Hektoliter. Die Exporte in weitere Länder gingen um 0,6 Prozent auf 2,96 Millionen Hektoliter zurück..

Die Brauereien aus Bayern, wo es die meisten Betriebe gibt, haben in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Bundesländervergleich am meisten Bier verkauft. Sie konnten bei der Produktion um 1,6 Prozent auf über 11,41 Millionen Hektoliter zulegen. Am zweitmeisten Bier (10,02 Millionen Hektoliter, - 0,6 Prozent) entstand in Nordrhein-Westfalen. Platz drei belegen trotz deutlichem Minus von 18,3 Prozent die Brauer aus Niedersachsen zusammen mit Bremen (3,16 Millionen Hektoliter)..

Am niedrigsten war mit 358242 Hektolitern (-36,8 Prozent) der Ausstoß der hessischen Brauereien und Bierlager. Sachsen-Anhalt rangiert mit 892 935 Millionen Hektolitern (+4,1 Prozent) auf dem vorletzten Platz.

Biernachfrage sinkt kontinuierlich

Der Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft geht seit langem tendenziell zurück. 2025 lag er bei rund 78 Millionen Hektolitern und die Branche musste mit Einbußen von knapp 5 Prozent das deutlichste Minus seit 1993 verkraften, als der Bierausstoß erstmals bundesweit ausgewiesen wurde. Über die vergangenen zehn Jahre gerechnet sind den Brauereien und Bierlagern etwa 18 Millionen Hektoliter bzw. 18,9 Prozent Volumen verlorengegangen.

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