Evangelische Kirche darf in Bier investieren

Die Evangelische Kirche in Deutschland zieht Konsequenzen aus der Finanzmarktkrise und regelt in einem neuen Leitfaden, welche Geldanlagen ethisch vertretbar sind. Demnach dürfen evangelische Kirchen in Zukunft zwar in Bierbrauereien und Weinhersteller investieren, nicht aber in Schnapsbrennereien und andere Anbieter von Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 14 % Vol. Zur Begründung heißt es, gerade beim Konsum hochprozentigen Alkohols bestehe erhöhte Suchtgefahr.

Weitere Geldanlagen, die in dem Dokument als ethisch fragwürdig bezeichnet werden, beziehen sich unter anderem auf Rüstungsgüter, genverändertes Saatgut, Tabakwaren und Staaten, in denen die Todesstrafe gilt. Grundsätzlich sollten die Anleger sich auf Firmen konzentrieren, die die Umwelt schonen und ihre Mitarbeiter gut behandeln, empfiehlt der Leitfaden.

In der Vergangenheit hat die evangelische Kirche ihr Geld nicht unbedingt immer ethisch einwandfrei investiert. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung habe es unter anderem im letzten Jahr noch Beteiligungen am Öl-Konzern BP gegeben, der nicht unbedingt für Umweltbewusstsein bekannt ist. Im Zuge der Finanzkrise hatte die Oldenburger Landeskirche außerdem 4,3 Millionen Euro abschreiben müssen, da sie über ihre Hausbank bei beim Pleite-Geldinstitut Lehman Brothers engagiert war.

(13.10.2011)

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